Spannung und hohes Niveau prägten den Kreisentscheid des 52. Vorlesewettbewerbs - Hanna Michalowicz vom Werner-Heisenberg-Gymnasium in Neuwied siegt auf Kreisebene
Große Spannung und eine hohe Qualität der insgesamt 14 TeilnehmerInnen prägten den diesjährigen Kreisentscheid des 52. Vorlesewettbewerbes, der von dem Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ausgeschrieben wurde.
Bereits im Herbst hatten sich diese in ihren Schulen (Gymnasium und Realschulen) durchgesetzt und sich für den Kreisentscheid im Röntgenmuseum qualifiziert. In der von der Kreisverwaltung Neuwied organisierten Veranstaltung im Röntgenmuseum ging es für die Schulsieger um die Qualifizierung für die Regionalentscheide auf Bezirksebene.
In den historischen Räumen des Röntgenmuseums Neuwied tickte wieder die Stoppuhr für die Schulsieger des Vorlesewettbewerbes. Auch dieses Jahr war der große Saal im zweiten Stock des Röntgenmuseums voll besetzt, so dass die Rahmenbedingungen optimal für ein spannenden Wettbewerb waren. Für die musikalische Einstimmung sorgte der Sieger des Bezirksentscheides „Jugend musiziert“ Maximilian Thielcke und zeigte dem Publikum einen kleinen Einblick seines Talentes.
Nach der Begrüßung durch den 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach (links) wurde es ganz still, als die ersten Teilnehmer ihren Auftritt hatten. In dem großen Lesestuhl des Kreismuseums hatten die Teilnehmer insgesamt fünf Minuten Zeit die siebenköpfige Jury für sich zu gewinnen. Nach Vorstellung ihrer mitgebrachten Lektüre, hatten die Teilnehmer dann drei Minuten Zeit die Jury von ihren Fähigkeiten zu überzeugen.
Die Jurymitglieder spitzten die Bleistifte. Sie mussten nicht nur die Lesetechnik, sondern auch das Textverständnis und die Textgestaltung bewerten. Gelang es dem Vorleser, den Zuhörer zu begeistern und in die Welt der phantasievollen und aufregenden Jugendbücher zu entführen? Wenn dabei noch die Betonung und die Aussprache stimmte, waren die Voraussetzungen sehr gut um ganz weit zu kommen.
Oft musste sich Franlin Toma (Kreisjugendpflege Neuwied) dazu überwinden die Reise in die spannenden Geschichten der Teilnehmer zu unterbrechen, da die Zeit im Nu verging.
Die Nervosität und Anspannung war sehr groß, als die Namen der besten fünf, die sich für die finale Runde qualifiziert haben ausgesprochen werden. In dieser Etappe mussten die besten fünf der ersten Runde aus einen unbekannten und von der Jury ausgewählten Text vorlesen.
Die Jury hatte an diesem Tag eine schwierige Aufgabe unter allen sehr talentierten Vorlesern einen Gewinner zu küren.
„Die Teilnehmer lagen alle sehr dicht beieinander auf einem sehr hohen Niveau, am Ende waren es Nuancen, die den Unterschied ausgemacht haben“, sagte der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach, der auch der siebenköpfigen Jury angehörte. Neben ihm stellten die beiden Vorjahressieger des Vorlesewettbewerbes, Sarah Hodes und Tim-Jonas Löbeth, Doris Litz, Jürgen Ulrich, Susanne Christ, Hans-Georg Poredda die Jury.
Für alle Teilnehmer war es ein spannender Nachmittag und alle Teilnehmer konnten das Kreismuseum als Sieger verlassen. Dabei sein ist alles und unter diesem Motto erhielten alle Teilnehmer Urkunden und Bücherpreise und wurden für ihre hervorrragende Leistung belohnt.
Hanna Michalowicz vom Werner-Heisenberg-Gymnasium wird den Kreis beim Regionalentscheid vertreten.
Hanna hat aus dem Buch „Molley Moon“ von Georgia Byng vorgelesen und konnte die Jury schon bei der Vorstellung des Buches für die Geschichte begeistern. Auch den von der Jury für die Teilnehmer unbekannten Text aus dem Buch „Tintenherz“ von Cornelia Funke meisterte sie bravurös, so dass kein Unterschied zwischen eingeübten und nicht eingeübten Text für die Jury auszumachen war. Dieses war letztendlich auch der Grund für ihren Sieg des Kreisentscheides des 52. Vorlesewettbewerbes.
Hanna kann jetzt nun vom Einzug ins Bundesfinale träumen und mit ihrer Freude und Leidenschaft fürs Lesen stehen die Chancen sicherlich sehr gut.


