„Alkohol? Weniger ist besser“ - Information und Beratung auf dem Luisenplatz in Neuwied
Alkohol ist in Deutschland allgegenwärtig. Rund 9,5 Millionen Menschen trinken zu viel Alkohol, davon sind 1,3 Millionen alkoholabhängig. Weltweit liegt Deutschland im Alkoholkonsum auf dem 5. Platz. Angesichts dieser besorgniserregenden Zahlen beteiligen sich die die Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholiker ( AA ) im Schöppchen, der Freundeskreis Westerwald, die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe, sowie die Gesundheitsförderung und der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Neuwied, mit Informationsständen am Samstag, den 21.Mai 2011, von 10.00 bis 15.00 Uhr auf auf dem Neuwieder Luisenplatz, an der bundesweiten Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser“.
„Mit einem einfachen Test, oder einer persönlichen Beratung wollen wir Erwachsene und Jugendliche dazu anregen, das eigene Trinkverhalten einzuschätzen und darüber nachzudenken, ob der persönliche Alkoholkonsum noch gesundheitsverträglich ist,“ sagt Thomas Heil, Diplom-Sozialarbeiter beim Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes.
Von den 90 Prozent der Bevölkerung, die Alkohol konsumieren, machen sich leider nur die wenigsten Gedanken darüber, zu welchen gesundheitlichen und sozialen Folgen regelmäßiger Alkoholkonsum führen kann. Früher ging man sogar davon aus, dass es Menschen gibt, die mehr oder weniger unbedenklich Alkohol konsumieren können. Heute weiß man, dass nicht nur die Alkoholabhängigkeit zu gravierenden sozialen- und gesundheitlichen Folgen führt, sondern auch schon der regelmäßige Konsum ein Risiko darstellt. Der Übergang vom Gewohnheitstrinker zum Alkoholabhängigen ist fließend und nicht nur abhängig von der konsumierten Alkoholmenge, sondern von vielen individuellen Faktoren. Dieses individuelle Alkoholrisiko zu erkennen und in der Folge zu verringern, oder auszuschließen, soll durch die bundesweite Aktionswoche der Hauptstelle gegen die Suchtgefahren erreicht werden.

