Aufmerksame Bürger entdeckten defekte Wasserleitung - Kreiswasserwerk investiert in den Norden des Kreises
Das Kreiswasserwerk Neuwied liefert bereits seit den siebziger Jahren Trinkwasser aus dem Engerser Feld über rd. 150 km Fernleitungen bis auf die Höhen der Verbandsgemeinde Linz und des Asbacher Landes. Ohne den Aufbau und die permanente Optimierung dieses Wassertransportnetzes wäre die blühende Entwicklung dieser ländlichen Räume sowohl in der Ausweisung von Wohnbaugebieten, aber insbesondere in der Ansiedelung und dem Aufbau von Handwerk und Industrie sowie eine ausreichende Feuerlöschversorgung so nicht möglich gewesen. Damit diese weitere Entwicklung nicht beeinträchtigt wird, liegt großes Augenmerk in der Instandhaltung und ständigen Erneuerung von Leitungsstrecken.
„Dies soll auch in Zukunft so bleiben“, stellt Udo Engel, zuständiger Geschäftsfeldleiter der Stadtwerke Neuwied (SWN), fest, „…und deshalb kümmern sich die die Mitarbeiter der SWN täglich in akribischer Arbeit um das Netz. Dabei liegt ein aktueller Schwerpunkt auf dem Transportnetz, welches stellenweise mit einem Alter von rd. 40 Jahren so langsam in Jahre kommt und für die Aufrechterhaltung der Versorgung unabdingbar ist. Dies hat zwar seinen Preis, ist aber zwingend notwendig.“ In einem besonderen Fall ist es aufmerksamen Bürgern zu verdanken, dass in Neustadt durch aufsteigende Sprudelblasen der Defekt einer Wassertransportleitung entdeckt wurde, die ganz in der Nähe des Dorfgemeinschaftshauses die Wied quert. Hier handelten Landrat Kaul und der Werksausschuss des Kreiswasserwerkes unverzüglich und stellten im Rahmen einer Eilentscheidung die erforderlichen Mittel bereit, um einem größeren möglichen Schaden entgegenzuwirken. Die Maßnahme wurde zügig umgesetzt und Landrat Kaul konnte sich nun vor Ort vom Baufortschritt der Reparaturarbeiten überzeugen.
Die Techniker des SWN hatten die Stelle untersucht und ein Leck in der Transportleitung festgestellt. Es musste schnell gehandelt werden. So wurde in kürzester Zeit eine Planung für die Erneuerung der Dükerung (Flusskreuzung) erstellt. Die Anwohner und Fachbehörden stimmten auf kurzen Entscheidungswegen zu und so konnte die Maßnahme dem zuständigen Werksausschuss des Kreises bereits in der Februarsitzung vorgelegt werden. Parallel lief bereits die Ausschreibung und so konnte schließlich der Kreisvorstand unter dem Vorsitz von Landrat Kaul den Arbeiten im März zustimmen. Schon zweieinhalb Wochen späten begannen die Bauarbeiten.
Laut Udo Engel ist eine solche Baumaßnahme auch für das Kreiswasserwerk und die SWN nicht alltäglich: „Aber das relativ regenarme Frühjahrswetter erleichterte den Baufirmen die Arbeiten am Wiedufer und machten so die zügige Abwicklung des Projektes erst möglich“.
Bei einer Baustellenbesichtigung erläuterte Bereichsleiter Hermann-Josef Over die Maßnahme und ging nochmals auf die Wichtigkeit der Maßnahme für die Region ein.
Alles in allem Investiert das Kreiswasserwerk hier rund 180.000 Euro. Dank einer engen Zusammenarbeit mit dem Land, ist es gelungen, dass diese Maßnahme mit 30% vom Land Rheinland-Pfalz gefördert wird.
Abschließend nochmals Landrat Kaul: “Durch die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Betriebsführerin SWN war die zügige Umsetzung möglich. Wir werden weiterhin in das Transportnetz investieren und hoffen dabei auf weitere Unterstützung durch das Land.“ Da noch weitere Arbeiten durchzuführen sind, wird mit dem Abschluss der Arbeiten an der Wied in ca. 4 Wochen gerechnet.


