Betreuungsangebot für Zweijährige wird noch einmal deutlich gesteigert - Kita-Bedarfsplan liegt über prognostizierter Versorgungsquote – Hallerbach: Freie Träger, Gemeinden und KiTa-Teams haben hervorragend an einem Strang gezogen

 

Schon mit Beginn des nächsten „Kindergartenjahres“ im September 2011 wird die Zahl der Kindertagesstätten-Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren im Landkreis Neuwied um noch einmal etwa 100 deutlich ansteigen – und zwar von derzeit 701 Plätzen auf dann nahezu 800 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Diese gute Nachricht konnte der zuständige Erste Kreisbeigeordnete und Kinder- und Jugenddezernent Achim Hallerbach in den jüngsten Sitzungen von Jugendhilfeausschuss und Kreistag überbringen.

 

Die Gremien befassten sich mit der aktuellen Fortschreibung des Kindertagesstätten-Bedarfsplanes 2011. Kern des Bedarfsplanes sind die Festlegungen darüber, an welchen Kindergartenstandorten wie viele Plätze in welcher Ausgestaltung angeboten werden.

 

Mit der aktuellen Situation wird der Landkreis Neuwied, der verantwortlich ist für die Bereitstellung bedarfsgerechter Angebote in den Kindertagesstätten, dann schon mehr als 90 Prozent aller Zweijährigen einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte anbieten können. „Das ist sogar deutlich mehr, als man seinerzeit auf Landesebene als Versorgungsquote einmal angenommen hatte“, unterstreicht Achim Hallerbach.

 

An allen Kindergartenstandorten gibt es schon heute Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren – mit einer Ausnahme: der Evangelischen Kindertagesstätte in Rengsdorf. Darüber, dass auch diese Lücke bald geschlossen wird, sind sich die Verantwortlichen einig und forcieren nun den Ausbau der Ev. Kindertagesstätte um eine vierte Gruppe.

 

Neben dem Platzangebot für Zweijährige geht Hallerbach in diesem Zusammenhang noch auf einen anderen wesentlichen Aspekt der Kinderbetreuung ein: „Gerade im Laufe der vergangenen beiden Jahre haben wir festgestellt, wie wichtig für junge Familien ein umfassendes und damit ganztägiges Betreuungsangebot der Kindertagesstätten ist. Das, was den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ausmacht, nämlich die Betreuung am Vormittag mit der Möglichkeit der Rückkehr in den Kindergarten am Nachmittag, geht an den Bedürfnissen vieler Familien vorbei. Ein Betreuungsplatz ist da oftmals nur dann überhaupt von Interesse, wenn er als Ganztagsplatz angeboten wird. Die tägliche Betreuungszeit liegt nicht selten bei neun und mehr Stunden täglich. Nur so können wir auch einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten – sowohl für den Wirtschaftsstandort Neuwied als auch für den Wohn- und Lebensmittelpunkt Landkreis Neuwied unverzichtbarer Standortfaktor“.

 

Aber auch hier kann sich das Angebot durchaus sehen lassen. Mit mehr als 1.550 Ganztagsplätzen kreisweit bei einem Angebot von etwas mehr als 4.000 Plätzen für Kinder bis zum Schuleintritt hat damit inzwischen mehr als jedes vierte Kind die Möglichkeit, eine Ganztagsbetreuung in Anspruch zu nehmen. „Die hohe Akzeptanz und Nachfrage nach einer Ganztagsbetreuung wird auch in Zukunft noch einen weiteren Ausbau dieser Angebote nötig machen“, ist sich Hallerbach sicher. Auch vermeintlich „kleinere“ wohnortnahe Standorte wie z.B. die Kitas in Bruchhausen und Ockenfels sollen nach dem Wunsch der Bedarfsplanung ein solches Angebot bekommen.

 

Die hohe Nachfrage nach Plätzen für die Betreuung von Zweijährigen ist für den zuständigen 1.Kreisbeigeordneten aber auch ein sehr sicheres Indiz dafür, dass die Angebote in den Kindertagesstätten eine hohe Qualität haben.

 

„Nur, wenn Eltern sich sicher sein können, dass die Eingewöhnung ihres Kindes in die Kindertagesstätte behutsam und verantwortungsvoll geschieht, werden sie ihre Kinder mit einem guten Gefühl in die Kindertagesstätten bringen. Dass sie dies in einem solchen Maß tun, wie das schon heute geschieht, zeigt uns sehr deutlich, wie zufrieden die Eltern mit der Arbeit in den Kindertagesstätten sind,“ bringt Achim Hallerbach seinen Dank für die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher auf den Punkt. Als Beleg hierfür führt der Kreisbeigeordnete seine vielen persönlichen Gespräche in den Kitas und mit den Kita-Trägern und Leitungen an, in denen ihm vermittel werde wie gut sich auch die jüngsten Kinder in den Kita-Alltag integrieren und wie wohl sie sich dort fühlen. „Sie werden regelrecht als eine Bereicherung empfunden“, freut sich Hallerbach.

„Und so wollen wir nach heutigem Planungsstand das Angebot unserer Kitas schon bald – d.h. zeitnah ab September 2011 – auf rund 830 Plätze für Kinder unter drei Jahren ausbauen“, erklärt der 1.Kreisbeigeordnete.

Jüngstes Projekt ist in diesem Zusammenhang der verabredete Ausbau der Katholischen Kindertagesstätte in Bad Hönningen um eine sechste Gruppe. Mit dem Ausbau soll die Kita dann voraussichtlich Mitte nächsten Jahres die Möglichkeit haben, bis zu 20 Kinder unter drei Jahren betreuen zu können.