Kreisjugendamt sucht nach ehrenamtlichen Lernpaten - Kindern durch gezielte Zuwendung in schwierigen Phasen helfen

 

Bereits elf Schulen im Landkreis Neuwied haben sich für das „Lernpatenprojekt“ beworben. Und das Jugendamt hofft auf weiteren Zuspruch und freiwillige Helfer. „Mit dem Projekt möchten wir die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern, die in ihrer schulischen Laufbahn besondere Unterstützung brauchen, erreichen. Dabei geht es nicht nur um das Lernen des „Einmaleins“, sondern um gezielte menschliche Zuwendung, Alltagshilfen und Tipps für den Freizeitbereich“, hebt der Erste Kreisbeigeordnete und Jugenddezernent Achim Hallerbach hervor.

 

In dem Projekt engagieren sich ehrenamtlich Frauen und Männer, die aus ihrem Berufsleben oder aber aus ihrem familiären Umfeld heraus viel Erfahrung im Umgang mit Kindern mitbringen. Die Lernpatinnen und Lernpaten begleiten die ihnen anvertrauten Kinder in engem Kontakt mit der Schule. „Für dieses Engagement bedanken wir uns als Träger der Jugendhilfe ganz herzlich“, ergänzt Hallerbach.

 

Nach den ersten Rückläufen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die Grundschulkinder mit besonderem Betreuungsbedarf durch das Lernpatenprojekt unterstützen wollen, sind die Grundschulen: Deutschherrenschule in Waldbreitbach, Märkerwaldschule in Urbach, Gutenberg-Schule in Dierdorf, Grundschule St. Laurentius in Leutesdorf und Hermann-Gmeiner Schule in Großmaischeid in die nähere Auswahl gekommen und werden voraussichtlich zu den Herbstferien des neuen Schuljahres 2011/12 ihre ehrenamtliche Tätigkeit in den Grundschulen beginnen.

Um die Grundschüler noch zahlreicher zu unterstützen sucht der Kreis weitere ehramtliche Bürger und Bürgerinnen, die durch soziales Engagement den Schülern eine sehr große Hilfe sein können und eine Vorbildfunktion einnehmen wollen.

 

Auf ihre sehr interessante Aufgabe in der Schule werden sie von Margarete Diederichs, Mitarbeiterin des Caritasverbandes Neuwied (Mentorin im Lernpatenprojekt), durch Schulungseinheiten intensiv vorbereitet. „Alle vier bis sechs Wochen finden begleitende Coachings statt, bei denen sich die Lernpaten austauschen und in schwierigen Situationen gegenseitig helfen können“, erläutert Franlin Toma vom Kreisjugendamt die Unterstützungsmöglichkeiten für die Ehrenamtlichen.

 

Lernpate werden kann prinzipiell jeder, der gerne ehrenamtlich mit Kindern arbeitet und sich vorstellen kann, wöchentlich zwei Stunden mit einem Kind in der Schule zu verbringen. Im Hinblick auf die zweite Schuljahreshälfte 2011/12 sollen nach dem Wunsch des Jugendamtes weitere Grundschulen wie z.B. Asbach, Puderbach, Anhausen, Bad Hönningen, Neustadt, Rheinbrohl mit Lernpaten bedient werden. Diese Grundschulen haben sich bereits für das Lernpatenprojekt beworben.

 

Eine Gruppe besteht aus vier bis fünf Grundschulen, die in der Regel von ca. 10 -15 Lernpaten betreut werden. Gesucht werden Bewerber mit Lebenserfahrung, Geduld, Zuverlässigkeit und viel Verständnis, die sich für Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf engagieren möchten.

 

Interessenten können sich bei Franlin Toma (Kreisjugendamt) unter Telefon 02631/ 803-442 oder per Mail unter jugendarbeit@kreis-neuwied.de sowie von Margret Diederichs (Caritasverband Rhein-Wied-Sieg e.V.) unter Telefon 02631/ 979 250 oder per Mail unter service@Diederichs-Betreuungen.de., melden.