Kreisverwaltung fördert Obstbaumpflanzung in Heimbach-Weis
Der Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis ist nicht nur für Zoo und Karneval bekannt. Auch die Kirschenernte spielt hier eine große Rolle. Von ehemals 20.000 hochstämmigen Kirschbäumen im Jahre 1965 sind allerdings nur noch wenige hundert Exemplare übrig geblieben. Die Kreisverwaltung hat daher in den vergangenen Monaten die Neupflanzung von Kirsch- und anderen Obstbäumen im Neuwieder Stadtteil finanziell gefördert, so der Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Achim Hallerbach bei seinem Besuch vor Ort.
In luftige Höhe trafen Achim Hallerbach und sein Mitarbeiter von der unteren Naturschutzbehörde, Hans-Peter Job, Reinhard Lahr in Heimbach an. Auf einer alten Holzleiter bewegte er sich geschickt durch einen „Kaiser Franz“ und füllte einen großen Weidenkorb mit leckeren, dunkelroten Kirschen. Lahrs Passion sind die Obstbäume und ihre Früchte in seiner Heimatgemeinde Heimbach-Weis. Aber auch darüber hinaus ist der promovierte Historiker und Kunsthistoriker, zudem Kreisdenkmalschützer, in Sachen Erhaltung und Pflege von Streuobstwiesen engagiert unterwegs.
In den vergangenen Monaten konnte er zahlreiche Grundstückseigentümer davon überzeugen, auf ihren Wiesen Obstbäume zu pflanzen. Nicht nur Kirschen, sondern auch Äpfel und Zwetschgen wurden auf den nach der Bimsausbeute entstandenen Flächen gepflanzt. Dabei wurde Wert auf die Verwendung alter, resistenter Sorten gelegt.
Für Umweltdezernent Achim Hallerbach war dieses Engagement Anlass den Grundstückseigentümern mit einem Zuschuss unter die Arme zu greifen. „Wir haben den Erhalt der Streuobstwiesen zu einem Schwerpunkt unserer Naturschutzpolitik im Landkreis erklärt. Da ist es nur folgerichtig, dass wir organisierte und fachlich versierte Initiativen unterstützen, “ so der Kreisbeigeordnete. „Im letzten Jahr haben wir mit Unterstützung des Naturparkes Rhein-Westerwald mit der Sanierung durch den Schnitt von alten Obstbäumen ein deutliches Zeichen gesetzt. Im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten möchten wir aber auch die Neuanpflanzung vorantreiben, “ so Hallerbach.
Natürlich ist die Kirschernte ein mühseliges und auch recht gefährliches Unterfangen. Dafür aber wird der Pflücker mit einem wohlschmeckenden und gesunden Bioprodukt erster Güte verwöhnt, das im Handel nur schwierig und nur für sehr viel Geld erhältlich ist. Vom ästhetischen Wert eines blühenden Kirschbaumes und seinem ökologischen Wert als Lebensraum für Käfer, Vögel und Kleinsäuger einmal völlig abgesehen.


