Kunstprojekt als Sprachvermittler - Mehrgenerationenhaus Neuwied bietet vielfältige Angebote im Asylbewerberheim

 

Entstanden ist die Idee im Rahmen der letztjährigen Interkulturellen Woche. Was mittlerweile daraus geworden ist, erstaunt selbst die Beteiligten: Ein regelmäßiger Treffpunkt im Asylbewerberheim in der Hafenstraße mit Kunstprojekt und Sprachförderangeboten. Seit März ist ein selbst renovierter Raum an drei Tagen in der Woche Treffpunkt für zwischen 15 und 20 Migranten.

Gruppenfoto

 

Stephen Davis , ehrenamtlicher Mitarbeiter im Mehrgenerationenhaus Neuwied, ist für sie Ansprechpartner, Berater und auch Deutschlehrer in einer Person. Gemeinsam mit Beatrix Röder-Simon, der Koordinatorin für das Mehrgenerationenhaus, hatte er im letzten Herbst die Idee für ein 3-tägiges Kunstprojekt während der Interkulturellen Woche. 17 Teilnehmer nahmen damals das Angebot wahr und wollten weitermachen. Viele Bewohner fanden darüber hinaus den Weg zum Mehrgenerationenhaus und besuchten Sprachförder- und Integrationsangebote und den offenen Treff. Dann wurde der Wunsch auch nach mehr Angeboten in der Hafenstraße laut. Mit finanzieller Hilfe des Diözesancaritasverbandes konnte diesem Wunsch dann Rechnung getragen werden. Neben künstlerischen Aktivitäten nimmt jetzt die spielerische Vermittlung von Sprache einen großen Raum ein. Für absolute Anfänger und leicht Fortgeschrittene wird in Alltagsszenen, wie dem Besuch in einem  Lokal, in einer Behörde oder beim Arzt die Deutsche Sprache eingeübt.

 

Vor Ort konnte sich der Leiter des Kreissozialamtes, Franz-Robert Herbst jetzt selbst einen Eindruck von dem außergewöhnlichen Projekt machen. Er sicherte den Beteiligten auch weiterhin die Unterstützung der Kreisverwaltung zu.