Plätze für Zweijährige in den Kindertagesstätten werden gut nachgefragt - Hallerbach:  Mit bedarfsorientierter Planung auf dem richtigen Weg

 

Rund acht Monate nach Einführung des Rechtsanspruches auf einen Kindergartenplatz für Kinder ab dem vollendeten 2. Lebensjahr sieht der zuständige Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach den Landkreis Neuwied gut aufgestellt.

 

Fest macht er seine Einschätzung unter anderem an der Meldung der betreuten Zweijährigen, die alle Kindergartenträger zum Stichtag 31.12.2010 abgegeben haben. Danach wurden bereits zum maßgeblichen Stichtag für den Betreuungsbonus, 31.12.2010, 434 betreute zweijährige Kinder in Kindertagesstätten im Landkreis Neuwied gemeldet.

 

„Die stichtagsgenaue Meldung der sogenannten „Bonuskinder“, ist für uns auch ein Indiz dafür, dass wir in Bezug auf die Bedarfsplanung, d.h. die vorausschauende und weitestgehend bedarfsgerechte Gestaltung der Angebote, die in einer Kindertagesstätte gemacht werden, einen guten Weg gefunden haben,“ zeigt sich der für Jugend und Familien zuständige Dezernent Achim Hallerbach erfreut.

Bedarfsplanung bedeutet insoweit auch immer, den Spagat zu schaffen zwischen einem Platzangebot, das sich möglichst nah an den Bedarfen der Kinder und ihrer Familien orientiert, das aber auch – mit Blick auf die damit verbundenen Kosten – möglichst passgenau dimensioniert ist.

 

„Einerseits haben wir schon jetzt mit 434 betreuten Zweijährigen eine hohe Auslastung der insgesamt über 700 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Andererseits sehen wir aber auch, dass noch ein guter „Puffer“ an Plätzen vorhanden ist, auf die die Kinder aufgenommen werden können, die jetzt nach und nach zwei Jahre alt werden,“ so Hallerbach weiter. Größere Kapazitätsengpässe für die Zweijährigen erwartet Hallerbach absehbar nicht.

 

Diese Zahlen und auch die vielen Rückmeldungen von Eltern und Kindertagesstätten zeigen, wie sehr Eltern auf die Verlässlichkeit eines guten Betreuungsangebotes für ihre Kinder bauen und dies auch gerne in Anspruch nehmen.

Hätte man sich in Neuwied allein auf die vor Jahren einmal dargestellte Prognose des Landes vertraut, (man war ursprünglich davon ausgegangen, dass etwa 50 Prozent der Zweijährigen den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz nutzen, der zudem seit 01.08.2010 für alle Zweijährigen beitragsfrei ist), wäre das Angebot heute schon zu knapp bemessen.

 

Natürlich gibt es auch heute noch Standorte, an denen das Kreisjugendamt für einen weiteren Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren wirbt und hier die notwendigen Neu- oder Umbaumaßnahmen positiv begleitet – wie etwa in der Evangelischen Kindertagesstätte Rengsdorf oder der Kindertagesstätte Sonnenschein in Rheinbreitbach.

 

„Insgesamt sind wir mit unserer bedarfsorientierten Planung sicherlich auf dem richtigen Weg – auch im Blick auf den kommenden Rechtsanspruch für Einjährige, der ab Sommer 2013 gelten wird. Wo immer dies möglich ist, reagieren Kindertagesstätten im Rahmen der vorhandenen Gruppenstrukturen auch heute schon auf artikulierte Bedarfe für die Betreuung von Kindern unter zwei Jahren,“ zeigt sich Hallerbach auch in Bezug auf die nächste Herausforderung zuversichtlich.

 

Was das alles für jeden einzelnen Kindergartenstandort in Daten, Zahlen und Fakten bedeutet, wird derzeit innerhalb des Kreisjugendamtes erarbeitet und soll in die Fortschreibung 2011 des Kindertagesstättenbedarfsplanes einfließen. „Dieser wird im Mai dem Jugendhilfeausschuss des Landkreises und dem Kreistag zur Beratung vorgelegt“, so der 1.Kreisbeigeordnete Hallerbach abschließend.