Streuobstinitiative der Kreisverwaltung - Mehr als dreihundert alte Obstbäume durch Schnitt saniert
Die Bemühungen der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Neuwied um die Erhaltung der Streuobstbestände im Landkreis nehmen immer sichtbarere Formen an. „Im vergangenen Winter konnten verteilt im Kreisgebiet mehr als dreihundert alte Obstbäume durch fachkundigen Schnitt saniert und damit für die nächsten zwanzig bis dreißig Jahre am Leben und im Ertrag gehalten werden“, erklärt der 1.Kreisbeigeordnete und zuständige Umweltdezernent Achim Hallerbach. Weitere Bäume sollen in diesem Jahr folgen.
„Wir konnten im vergangenen Jahr mit der Hilfe des „Naturparkes Rhein-Westerwald“ etwa 25.000 Euro für die notwendigen Schnittmaßnahmen erfolgreich einsetzen,“ zieht Achim Hallerbach eine vorläufige Erfolgsbilanz. „Die Initiative der Naturschutzbehörde wird von allen Naturschutzverbänden im Kreis begrüßt und unterstützt,“ berichtet er weiter. Auch Privatpersonen zeigen zunehmend Interesse daran, dass ihre Obstwiesen fachmännisch gepflegt werden.
Die Aktion betraf in 2010 alte Bestände in Windhagen, Leutesdorf, Oberraden und in den Neuwieder Stadtteilen Feldkirchen, Heimbach und Gladbach. Im besonderen Maße wurde Totholz aus den Bäumen geschnitten und die Kronenbereiche ausgelichtet. Ein immer häufiger auftretendes Ärgernis sind die Misteln, die als Schmarotzer den alten Obstbäumen zunehmend zusetzen und deren Vitalität beeinträchtigen. Sie stehen nicht, wie vielfach in öffentlichen Diskussionen behauptet, unter Naturschutz. Sie sind ein ernstzunehmender Feind der Obstbäume und es gilt sie zu bekämpfen. Insgesamt sind viele hundert Kubikmeter Schnittgut angefallen, die durch die Grundstückseigentümer von den jeweiligen Flächen beseitigt werden mussten.
„Der Naturpark wird unsere Bemühungen auch in diesem Jahr dankenswerter Weise unterstützen, so dass unsere Naturschutzbehörde in Zusammenarbeit mit der Struktur und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz weitere Flächen im Naturpark, die zur Pflege in Frage kommen können, zur Förderung festlegen kann,“ zeigt der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach die Perspektive für dieses Jahr auf.
Informationen und Auskünfte erteilt die Untere Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung Neuwied, Telefon 02631-803-382, Ansprechpartner: Hans-Peter Job.


