Schulsozialarbeit im Landkreis Neuwied wird weiter ausgebaut: Stellen in Linz und Dierdorf werden aufgestockt - Erster Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach zeigt sich erfreut über weitere Förderzusagen des Landes – Wichtiger Meilenstein zur Prävention

 

Schulsozialarbeit ist inzwischen fester Bestandteil der Schulkultur an zahlreichen Schulen im Landkreis Neuwied. Mittlerweile sind Stellen für Schulsozialarbeit an den Realschulen plus in Unkel, Dierdorf, Puderbach, Asbach und Linz sowie an der Berufsbildenden Schule Ludwig-Erhard-Schule in Neuwied eingerichtet. Schulsozialarbeiter sind Bedienstete des Jugendamtes und bilden eine wichtige Schnittstelle zwischen der erzieherischen Unterstützung durch die Jugendhilfe und dem pädagogischen Auftrag der Schulen. Laut dem 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach äußern sich familiäre Belastungen und Krisen zu-nehmend in auffälligem Verhalten der betroffenen Kinder und Jugendlichen: „Die Schulen sind zunehmend mit Problemen wie Schulverweigerung, Gewalt, Eigen-gefährdung und Suchtgefährdungen von Kindern und Jugendlichen konfrontiert. Schulsozialarbeit leistet hier einen wertvollen Beitrag, frühzeitig zu diesen Kindern und Jugendlichen Zugang zu finden und im Zusammenwirken mit der Schule rechtzeitig Hilfsangebote zu unterbreiten“.

 

Die Kreisverwaltung Neuwied hat im Frühjahr dieses Jahres dem Land Rheinland-Pfalz Bedarfe für die Einrichtung weiterer Schulsozialarbeiterstellen bzw. für den personellen Ausbau an zwei Schulstandorten mitgeteilt. So ist laut Jugenddezernent Achim Hallerbach insbesondere an den Realschulen plus in Linz und Dierdorf durch die Zusammenlegung der dortigen Realschulen mit den Dualen Oberschulen ein deutlich größerer Bedarf entstanden. Die Schülerzahlen an diesen Schulstandorten haben sich infolgedessen verdoppelt, fast verdreifacht. „Hier mussten wir sogar den Aufgabenzuschnitt der tätigen Schulsozialarbeiter begrenzen, da ansonsten die Fülle der anfallenden Aufgaben mit einer jeweils halben Stelle nicht zu bewältigen gewesen wäre“, beschreibt Hallerbach die Situation.

 

Aus diesem Grund ist der 1.Kreisbeigeordnete und Jugenddezernent erfreut, jetzt die positive Mitteilung des Landes Rheinland-Pfalz erhalten zu haben, dass an diesen beiden Standorten die Förderung von jeweils einer halben auf eine volle Stelle ab dem neuen Schuljahr im August aufgestockt wird. Die dramatische Haushaltslage des Kreises lässt die Einrichtung weiterer Stellen in der Schulsozialarbeit bzw. die Aufstockung vorhandener Stellen nämlich nur zu, wenn sich das Land durch entsprechende Fördermittel beteiligt. Hallerbach dazu weiter: „Die Zusage des Landes hat uns gerade zum richtigen Zeitpunkt erreicht. Die Schulsozialarbeiterstelle in Dierdorf war vakant, und die Wiederbesetzung kann nunmehr zeitnah mit einer vollen Stelle erfolgen“.

 

Die Einrichtung von Schulsozialarbeiterstellen an den Realschulen plus in Neustadt bzw. Waldbreitbach steht weiterhin auf der Warteliste des Landes bzw. wird auf diese aufgenommen.

 

„Schulsozialarbeit leistet einen wichtigen Beitrag, Kinder, Jugendliche und Familien zu unterstützen und Hilfestellung anzubieten, bevor die Problemlagen in den Familien derart akut werden, dass formelle Hilfen des Sozialen Dienstes erforderlich werden“, so der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. Vor diesem Hintergrund leistet Schulsozialarbeit im Gesamtgefüge der Jugendhilfe einen wichtigen Beitrag zur Prävention, kann darüber hinaus aber auch bei akuten familiären Krisen durch die Einbettung in das Jugendamt schnelle Hilfen organisieren. Aus diesen Gründen zeigt sich Hallerbach sehr erfreut darüber, dass der Ausbau der Schulsozialarbeit im Landkreis Neuwied weiter vorangetrieben werden konnte.