Erste Runde der Netzwerkkonferenzen zum Thema „Kindeswohl“ in den Verbandsgemeinden abgeschlossen - Hallerbach: Ein Kraftakt, der sich gelohnt hat – Netzwerk verbessert Kinderschutz und etabliert Frühwarnsystem
Mit der Netzwerkkonferenz zum Thema „Kindeswohl und Kinderschutz“ in der Verbandsgemeinde Waldbreitbach konnte nun die erste Runde dieser regionalisierten Veranstaltungen abgeschlossen werden. Mit Ausnahme von Linz haben sich alle Verbandsgemeinden an der Netzwerkarbeit des Kreisjugendamtes beteiligt, die im Wesentlichen auf eine bessere Zusammenarbeit aller Fachkräfte zur Optimierung des Kinderschutzes und zur Verbesserung früher Hilfsangebote für Familien zielt.
Im Jahre 2008 trat das Landeskinderschutzgesetz Rheinland-Pfalz in Kraft. Dieses verpflichtete die Jugendämter, sogenannte lokale Netzwerke zum Thema Kindeswohl und Kinderschutz einzurichten und einmal jährlich eine Netzwerkkonferenz einzuberufen. „Die Bildung solcher Netzwerke soll den Schutz von Kindern durch eine intensive Kooperation der beteiligten Akteure und das Angebot früher Hilfen verbessern“, so der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.
Seit 2009 laden Stadt- und Kreisjugendamt Neuwied regelmäßig zur jährlichen großen Netzwerkkonferenz ein. Bei der Auftaktveranstaltung in Neuwied in 2009 wurde von den Teilnehmern der einhellige Wunsch geäußert, im Landkreis Neuwied diese Netzwerke auch auf Ebene der Verbandsgemeinden anzubieten und durchzuführen. „Diesen Gedanken haben wir seitens des Kreisjugendamtes unmittelbar aufgegriffen und in Kooperation mit den Verbandsgemeindeverwaltungen Vorbereitungen für ein Gesamtkonzept zu regionalen Netzwerkkonferenzen getroffen“, so der stellvertretende Leiter des Kreisjugendamtes und Netzwerkkoordinator Uwe Kukla. Damit stellen die regionalen Netzwerkkonferenzen einen Baustein im Gesamtkonzept des Kreisjugendamtes dar, das auf die Verbesserung des Kinderschutzes und die Etablierung eines Frühwarnsystems abzielt.
Hallerbach: „Ein guter Kinderschutz bedingt, dass man all diejenigen Personen kennt, die im weitesten Sinne zur Unterstützung von Familien im unmittelbaren Sozialraum tätig sind. Bedarfslagen für weitere, insbesondere frühzeitig ansetzende Hilfsangebote für Familien können auf kleinräumiger Ebene ebenfalls besser festgestellt und in entsprechende Angebotsstrukturen umgesetzt werden.“
In diesem Jahr konnten nun die Auftaktveranstaltungen der Netzwerkkonferenzen in den beteiligten Verbandsgemeinden umgesetzt werden. Hallerbach war erfreut über die positive Resonanz und die hohe Bereitschaft, sich an der freiwilligen Vernetzung zu beteiligen. So zog der 1. Kreisbeigeordnete eine positive Bilanz aus diesen Konferenzen und erklärte, dass die hohe Beteiligung und das große Engagement der Teilnehmer gezeigt hätten, dass dies ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Kinderschutzes, aber auch der Hilfsangebote für Familien im Landkreis Neuwied darstellt.
Das zum 01.01.2012 in Kraft tretende Bundeskinderschutzgesetz wird den Jugendämtern in diesem Zusammenhang weitere Aufgaben übertragen. Unter anderem wird auch hier die Verpflichtung enthalten sein, dass die Jugendämter Netzwerke einrichten und das Angebot früher Hilfen für Familien ausbauen.
„Unter den gegebenen personellen Rahmenbedingungen waren die regionalen Netzwerkkonferenzen für uns ein Kraftakt, der sich allerdings im Ergebnis gelohnt hat“, unterstreicht der Familien- und Jugenddezernent. Laut des Netzwerkkoordinators Uwe Kukla, sind im kommenden Jahr neben der großen Netzwerkkonferenz von Stadt und Landkreis Neuwied weitere regionale Netzwerkkonferenzen in den Verbandsgemeinden geplant. „Zum einen halte ich dies zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Kinder im Landkreis Neuwied für erforderlich; zum anderen erfüllen wir damit Verpflichtungen, die uns das Bundeskinderschutzgesetz ab kommendem Jahr auferlegen wird“, so Achim Hallerbach abschließend.

