Positives Rechnungsergebnis im Jahr 2010 für den Etat des Kreisjugendamtes -  Hallerbach freut sich über unerwartete Verbesserung

 

Erfreut zeigte sich der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach über das Rechnungsergebnis des Kreisjugendamtes für das Haushaltsjahr 2010. Im Bereich der klassischen Hilfeleistungen, die nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz zu erbringen sind, konnte insgesamt eine Verbesserung im Umfang von rund 729.000 Euro erzielt werden. Diese der Höhe nach unerwartete Verbesserung ist laut Hallerbach neben einer Senkung der Ausgaben in einzelnen Hilfearten vor allem auch auf eine Verbesserung der Einnahmesituation des Kreisjugendamtes zurückzuführen.

 

Die Verbesserung auf der Ausgabenseite ist laut Hallerbach insbesondere deshalb erfreulich, weil das Kreisjugendamt nach wie vor eine immense Zahl an Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung zu bearbeiten hat, die häufig auch weitergehende Hilfen aus Mitteln der Jugendhilfe erforderlich machen. Es zahle sich aus, so Hallerbach, dass die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes in jedem Einzelfall bemüht sind, die passgenaue Hilfe im Rahmen eines Hilfeplanverfahrens zu ermitteln.

 

Mit 240 Meldungen im Jahr 2010 liegt der Landkreis Neuwied an der Spitze der rheinland-pfälzischen Landkreise.

 

Auf der Einnahmenseite ergeben sich Verbesserungen insbesondere aus der Geltendmachung von Kostenerstattungsforderungen sowie Kostenbeiträgen.

 

Hier bestätigt es sich laut Hallerbach, dass das Kreisjugendamt im Bereich der sogenannten „Wirtschaftlichen Jugendhilfe“ über erfahrene und qualifizierte Mitarbeiter verfügt.

Die Erträge aus Beteiligung des Landes Rheinland-Pfalz an den Kosten der Hilfe zur Erziehung und der Eingliederungshilfe sind ebenfalls gestiegen.

 

Gleichwohl mahnt der 1.Kreisbeigeordnete, dass aus der Verbesserung des Ergebnisses im Jahr 2010 nicht auf einen generellen Trend geschlossen werden kann. Da Hinweise auf Gefährdung oder Vernachlässigung von Kindern nicht rückläufig seien, müsse weiterhin von einem eher steigenden Hilfebedarf ausgegangen werden.

 

Im Bereich der Kindertagesstätten ist für den Landkreis Neuwied der Ausbau des Platzangebotes mit erheblichen finanziellen Anstrengungen verbunden. Hier ist zwar nominal eine Verschlechterung in Höhe von 336.000 Euro zu verzeichnen. Laut Hallerbach hat diese Verschlechterung allerdings buchungstechnische Gründe, da eine dem Kreis für das Jahr 2010 zustehende Kostenbeteiligung des Landes erst zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist, so dass sie für den Haushalt 2010 nicht mehr finanzwirksam verbucht werden konnte. Im Ergebnis bedeutet dies für den 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach, dass auch hier die Kalkulation der Mitarbeiterinnen im Bereich Kindertagesstätten aufgegangen ist. Auch für diesen Bereich gilt laut Hallerbach, dass aufgrund des geforderten weiteren Ausbaus der Kindertagesstätten (2013 Rechtsanspruch für 1-jährige Kinder) mit weiter steigenden Aufwendungen für die Kommunen und Träger zu rechnen ist.