Vielfältige Aktionen in der Woche der Kinderrechte im Landkreis Neuwied - Hallerbach: Kinderrechte noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken

 

„Das pädagogisch-didaktische Konzept der Jugendpfleger zur Woche der Kinderrechte ging auf: Die rege Teilnahme und die positive Resonanz bezeugen den Erfolg der Projekttage und die Aktionen wurden sehr gut angenommen. Ein Beleg auch dafür, dass unsere Jugendpfleger im Kreisgebiet gut miteinander vernetzt sind und effektiv arbeiten.“ Diese positive Bilanz zieht der 1. Kreisbeigeordnete und Kinder- und Jugenddezernent Achim Hallerbach als Fazit aus der kürzlich stattgefundenen Woche der Kinderrechte im Landkreis Neuwied.

 

Anlässlich der internationalen Woche der Kinderrechte fanden zahlreiche Aktionen im Landkreis Neuwied satt, die sich dem diesjährigen Thema „Recht auf Gesundheit“ (Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonvention) widmeten und die die hohe Priorität dieser Thematik im Landkreis Neuwied deutlich machten.

 

Kreisjugendpflegerin Daniela Kiefer bewertet zurückblickend positiv und fasst die Veranstaltungen noch einmal zusammen: Die Kreisjugendpflege Neuwied führte in Kooperation mit der Jugendpflege Dierdorf (Jugendpflegerin Elke Thiemann) interessante Aktionen rund um das Thema „Recht auf Gesundheit“ durch. In einer gemeinsamen Aktion mit dem Jugendrotkreuz, Gesundheitsamt Neuwied und der Schulsozialarbeiterin konnten Jugendliche an der Nelson Mandela Realschule Plus in Dierdorf 15 Stationen des Body+Grips-Mobil durchlaufen.

 

Mit den inhaltlichen Komponenten wie Bewegung, Ernährung, Ich & Du, Sexualität und Sucht richtete sich das Body+Grips-Mobil an Jugendliche, die sich an einem Vormittag abwechslungsreich, kreativ  und spielerisch mit den Themenfeldern vertraut machten. Neben Geschick und Teamarbeit war bei den Teilnehmern reales Wissen gefragt.

 

In einer weiteren Aktion ging es für die Grundschulkinder der Grundschule Dierdorf um die Themen Bewegung und Entspannung. Im Nachmittagsbereich wurden zwei Grundschulklassen mit den Möglichkeiten des Yogas vertraut gemacht und durften sich von dem Schulalltag erholen.

 

Angelika Kröll von den Landfrauen Neuwied (Deutscher Landfrauenverband e.V.) zeigte, worauf es bei gesunder Ernährung ankommt und begeisterte die Kinder und Jugendlichen bei der Zubereitung einiger gesunder Rezepte passend zur Jahreszeit. Als Erinnerung und zur Nachhaltigkeit dieser Aktion bekamen die Kinder natürlich die Rezepte mit und durften sich über verschiedene Materialien zum Thema wie z.B. Stundenpläne, Bücher etc. freuen, die von der Barmer Neuwied zur Verfügung gestellt wurden sind.

 

Auch die Jugendpflege der Verbandsgemeinde Rengsdorf hat, bereits zum wiederholten Male, Projekttage und Workshops zur „Woche der Kinderrechte“ angeboten. Zur Verstärkung des Teams kam in diesem Jahr die Kreisjugendpflege Neuwied als Kooperationspartner mit ins Boot.

Konzeptionell bestand das Projekt aus zwei Teilen: Vormittags besuchten die Jugendpflegerinnen die dritten Klassen der Grundschulen und erarbeiteten gemeinsam mit den Kindern die wichtigsten Kinderrechte. Zur praktischen Vertiefung des Schwerpunktes „Gesundheit“ wurde ein Memory hergestellt, das in den einzelnen Klassen verbleibt.

 

Ergänzt wurden die Projekttage durch offene Angebote an verschiedenen Nachmittagen. So gab es unter anderem zwei Kochkurse, bei denen das Thema „gesunde Ernährung“ im Vordergrund stand oder aber Selbstverteidigungskurse für Jungen und Mädchen, bei denen der Schutz vor Gewalt und Missbrauch als Komponente von Gesundheit aufgegriffen wurde.

 

Insgesamt konnten mit den verschiedenen Einheiten eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen zu dieser Thematik angesprochen werden. Jugendpflegerin Daniela Kiefer: „Eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema und der daraus resultierende Anspruch bzw. das Recht auf Gesundheit ist die erste Hürde in einem gesellschaftlichen Prozess. Die Kinder und Jugendlichen über dieses Thema zu informieren und sie im Umgang zu sensibilisieren kann ein erster Schritt sein.“ „Mit dem Projekt wurde ein Schritt in die richtige Richtung gemacht und es sollten weitere Ideen und Projekte folgen, die die Kinderrechte noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken“, umreißt der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach abschließend die weiteren Ziele.

 

Das Projekt wurde durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen der rheinland-pfälzischen „Woche der Kinderrechte“ gefördert.

 

Infos im Internet gibt es unter www.kinderrechte.rlp.de