Wald-Idyll und Wirtschaftsfaktor - Blick der Wirtschaftsförderungsgesellschaften auf den Holzsektor im Westerwald

 

Wald und Holz sind Begriffe, die wir mit positiven Bildern verknüpfen. Und Holz in seiner Urform, als Wald, steckt schon im Namen des Westerwaldes.  Das Wald-Idyll im Kopf wird kaum in Verbindung gebracht mit einem Wirtschaftsektor, der hohe Beiträge zur Beschäftigung und Innovation leistet. Gut ein Zehntel der Beschäftigten im gewerblichen Sektor sind im Westerwald entlang der Wertschöpfungskette Holz tätig. Anlass für die Wirtschaftsförderer der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis mit einer Sonderausgabe des gemeinsamen Wirtschaftsinfos den Blick auf den Holzsektor im Westerwald zu lenken und seine Bedeutung für die Region vorzustellen.

Foto (v-l-n-r-): Die Landräte Achim Schwickert (Westerwaldkreis), Rainer Kaul (Kreis Neuwied) und Michael Lieber (Kreis Altenkirchen) mit Vertretern von „Wir Westerwälder“ (von links) Berno Neuhoff, Jörg Hohenadl, Wolfgang Zirfas.

 

Holz und Bau sind regionale Talente der Region Westerwald. Als Bau-, Handwerks-, Verpackungs- und Brennmaterial zählt Holz zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren.

Insbesondere die Holzhausbauer haben zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte beigetragen. Mit Stilsicherheit, modernster Technik und Generationen an Erfahrungen widmen sich Westerwälder Betriebe dem Hausbau aus Holz. Auch der spezialisierte Maschinenbau ist mit einer Reihe von Betrieben im Westerwald Teil der Wert-schöpfungskette Holz. Vom Baum bis zum Produkt bietet Holz tausenden von Menschen Arbeit. In den drei Landkreisen haben rund 17.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz in dem Bereich.

 

Fehlt eine durchgängige Wertschöpfungskette Holz in der Westerwald-Region sowie eine gemeinsame Vermarktung? Die Wirtschaftsförderer der Kreise halten dies nicht für unbedingt notwendig, weil sie die Betriebe bereits ausreichend vernetzt sehen und das Landescluster Holzbau schon eine Katalysatorfunktion übernehme. Fakt sei aber, dass Holz ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff sei und viele regionale Unternehmen in den unterschiedlichsten Schattierungen im Westerwald damit arbeiteten. „Der Holzfäller ist nur der Startpunkt.“ Das gemeinsame Anliegen der Wirtschaftsförderer ist es, in einem ersten Schritt gute Beispiele aus dem Westerwald zu zeigen, in der Hoffnung, dass hierdurch die Adressaten neugierig werden und Betriebe nicht nur im Holzbereich enger zusammenwachsen. Getreu dem Motto: Warum in die Ferne schweifen…