Zugehende Erziehungsberatung in Kindertagesstätten - Hallerbach: Erster Schritt zur Weiterentwicklung von Kindertagesstätten zu Familienzentren
Im Rahmen der Bemühungen zur Weiterentwicklung des Kinderschutzes hat der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Neuwied die Grundlage für ein Projekt der zugehenden Erziehungsberatung in Kindertagesstätten gelegt. „Der Kinderschutz steht auch weiterhin an erster Stelle bei allen konzeptionellen Überlegungen und inhaltlichen Weiterentwicklungen“, betont der Jugend- und Familiendezernent des Kreises Neuwied, Achim Hallerbach.
Die Erziehungsberatungsstellen im Landkreis Neuwied werden durch das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis und das Bistum Trier betrieben. Beide Beratungsstellen unterhalten bereits jetzt Außenstellen, um Bürgern aus dem Landkreis Neuwied gegebenenfalls eine Anfahrt zum Standort der Beratungsstellen in Neuwied zu ersparen.
Wie der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach erläutert, soll nun mit dem Projekt der zugehenden Beratung in Kindertagesstätten der Kinderschutz im Landkreis Neuwied qualitativ weiter entwickelt werden. Kernpunkt des Projektes ist die unmittelbare Vermittlung von Beratungsangeboten der beiden Beratungsstellen in den Kindertagesstätten im Landkreis Neuwied. „Den Kindertagesstätten soll dabei eine zentrale Vermittlungsfunktion als den Orten zukommen, die den unmittelbaren Kontakt zu Eltern vermitteln können“, unterstreicht der Leiter des Kreisjugendamtes, Jürgen Ulrich.
Es wird sich hier um ein Modellprojekt handeln, an dem zunächst nur eine begrenzte Zahl von Kindertagesstätten teilnehmen kann. Der Personalstand in den Erziehungsberatungsstellen soll im gleichen Zuge zunächst für zwei Jahre aufgestockt werden. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes wird durch die Universität Koblenz übernommen, die bereits vergleichbare Projekte in Rheinland-Pfalz fachlich bearbeitet hat. „Auf die hieraus bereits gewonnenen Erkenntnisse soll unmittelbar zurückgegriffen werden“, hebt Jürgen Ulrich hervor.
„Wir erhoffen uns von der Durchführung des Projektes, Eltern mit möglichen Erziehungsschwierigkeiten in einem frühen Stadium mit den Leistungen der Erziehungsberatungsstellen zu erreichen. Damit ist ein weiterer Schritt auf die Weiterentwicklung von Kindertagesstätten zu Familienzentren getan“, so Hallerbach in seiner Bewertung der Vorschläge.

