Zwangloses und entspanntes Zusammenkommen bei der diesjährigen Interkulturellen Woche
Damit lässt sich die Grundstimmung der diesjährigen, nunmehr zum zweiten Mal unter dem Titel „Interkulturelle Woche“ für Stadt und Kreis Neuwied stattfindende Veranstaltungsreihe zusammenfassen. Unter dem Motto „Zusammenhalten-Zukunft gewinnen“ wurden in diesen beiden Wochen 19 Veranstaltungen bei 14 verschiedenen Organisationen zusammengefasst. Zur Auftaktveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Fürstin Isabelle zu Wied im Bootshaus am Pegelturm, für die die beiden Beiräte für Stadt und Kreis Neuwied verantwortlich waren, fanden sich zahlreiche Gäste aus Vereinen, Organisationen und der Politik ein, darunter der Beauftragte für Migration und Integration des Landes, Miguel Vicente, und der Beigeordnete der Stadt Neuwied und verantwortlicher Dezernent u.a für Jugend und Soziales sowie Kultur, Jürgen Mohr.
Die beiden interkulturellen Wochen am 03.10 2011 endeten mit dem bundesweiten Tag der offenen Moscheen, die auch hier in Neuwied immer wieder genutzt werden, um unterschiedliche religiöse Traditionen kennen zu lernen und zu verstehen. „Die Stadt Neuwied hat eine lange Tradition, Menschen verschiedenster Herkunft und Religion aufzunehmen, die hier eine Heimat finden und hier miteinander leben und arbeiten“. Darauf wies Fürstin zu Wied in ihrer Eröffnungsansprache hin. So verwundert es nicht, dass fast alle Veranstaltungen in der Stadt Neuwied stattfanden, obwohl beinahe zwei Drittel der Menschen mit Migrationshintergrund im Landkreis leben. „Der Beirat für Integration und Migration sieht es daher auch als seine Aufgabe an, mit den Organisationen vor Ort Angebote der Begegnung zu initiieren und wir sind zuversichtlich, dass die Beteiligung im Landkreis in den nächsten steigen wird,“ resümierte Vorsitzender Raffaele Zampella die zurückliegenden Interkulturellen Wochen.
Im nördlichen Landkreis gibt es seit 2010 das Internationale Frauenfrühstück im Bürgerhaus in Neustadt, das von den Gleichstellungsbeauftragten Susanne Christ, Doris Eyl-Müller mit Unterstützung der Ortsbürgermeisterin Jutta Wertenbruch organisiert wird und ist aus dem Kochkurs „Aus aller Frauen Länder“ entstanden und soll die unterschiedlichen Kulturen im Asbacher Land zusammenbringen „Gerade im ländlichen Bereich brauchen Menschen mit Migrationshintergrund Anlaufstellen, wo sie sich treffen und austauschen können. Auch kleinere regelmäßige Treffpunkte können viel dazu beitragen, sich besser zurechtzufinden und sich hier heimisch zu fühlen,“ so Andrea Oosterdyk, Geschäftsführerin des Beirates für Migration und Integration.


