Persönliche Daten besser schützen - Vertrauliche Daten besser nur geschreddert ins Altpapier geben

 

Untersuchungen von Altpapier in verschiedenen Regionen Deutschlands liefern immer wieder ähnliche Ergebnisse – es finden sich zu viele, sorglos weggeworfene Daten in den Mülltonnen. Dabei sollten vertrauliche Daten auch vertraulich entsorgt werden. Hierzu rät der 1. Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent des Landkreises Neuwied, Achim Hallerbach. Persönliche Daten und Schriftstücke, Bankunterlagen oder personalisierte Dokumente, wie Bewerbungsunterlagen, Ausbildungsverträge, Rechnungen, Lohnsteuerbescheinigungen, Kontoauszüge, Kunden- oder Patientendaten sollten nicht unzerkleinert ins Altpapier gegeben werden.

 

„Gerade persönliche Daten, wie Geburtsdaten, Unterschriften, Telefonnummern, Kontoverbindungen und Email-Adressen können in Kombination mit anderen Informationen sehr schnell für Kriminelle interessant werden, deshalb sollten sie gut zerkleinert werden“, erläutert Hallerbach. Bei Firmen, Behörden, Apotheken und Arztpraxen sei dies bereits gängige Praxis, um die personenbezogenen, hochsensiblen Daten zu schützen.

 

Keine – und schon gar nicht sicherere - Alternative, so Hallerbach, stelle die Entsorgung über die Restabfalltonne (Graue Tonne) oder gar über die DSD-/Grüne-Tonne dar und erläutert die Getrenntsammlung von Papier: „Die Blaue Papiertonne ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel. Die Vorteile der Altpapier-Sammlung liegen auf der Hand, über die blaue Tonne werden auch Kleinstmengen Altpapier gesammelt und in den Kreislauf zurückgeführt, was somit die Gebührenstabilität sichert.“

 

Und Abfallberaterin Raphaela Wemmer ergänzt: „Das Thema Datenschutz spielt eine große Rolle. Meist wird dies jedoch nur im Zusammenhang mit Internet- und Online-Aktivitäten betrachtet. Dabei wird oftmals ein anderes Problem übersehen, was auch für Nicht-Computernutzer relevant ist. Gemeint ist „Bin Raiding“. Unter „Bin Raiding“ versteht man das systematische Durchsuchen von „verwertbaren” Informationen aus dem Altpapier.“

 

Schützen kann sich jeder, indem vertrauliche Informationen, am besten geschreddert, ins Altpapier gegeben werden. Hierzu sind Aktenvernichter – bereits relativ preiswert erhältlich – mit entsprechenden Sicherheitsstufen gut geeignet. Auf diese Weise kann jegliches Ausspionieren verhindert werden.

 

Die Abfallberatung der Kreisverwaltung Neuwied steht für Fragen unter der Nummer, 02631-803-308 gerne zur Verfügung.