Ehrenpreisträgerin der Johanna-Loewenherz-Stiftung besucht ihre alte Heimatstadt Neuwied
Viele Erinnerungen wurden bei der diesjährige Preisträgerin der Johanna-Loewenherz-Stiftung, Dr. Elisabeth Fries wach, als sie sich erstmals mit Landrat Rainer Kaul und der Gleichstellungsbeauftragten Doris Eyl-Müller im Roentgen-Museum Neuwied zu einem persönlichen Kennenlernen traf. Dr. Fries zog als Kind mit ihren Eltern nach Neuwied, besuchte die Pestalozzi-Schule und das damalige Rhein-Wied-Mädchengymnasium, um schließlich in Bonn und Hamburg Medizin zu studieren. Als Fachärztin für Kinderheilkunde und mit einem zusätzlichen Tropenkurs stand für die Neuwiederin schon früh fest, dass sie als Medizinerin in der sog. Dritten Welt arbeiten wollte. 10 Jahre arbeitet Dr. Fries in der heutigen Republik Kongo im Krankenhaus und in Gesundheitszentren als Ärztinnen, 3 weitere Jahre als Koordinatorin für den Deutsch-Evangelischen Entwicklungsdienst folgten.
Frauen zu einem selbstbestimmten Leben zu verhelfen war in Afrika, ebenso wie heute bei ihrer Arbeit im Verein refugio Stuttgart, die Motivation für ihr Engagement. Refugio Stuttgart e.V. ist ein psychosoziales Zentrum für traumatisierte Flüchtlinge. Das Zentrum arbeitet auf verschiedenen Ebenen, so erläutert die Leiterin des Zentrums, Dr. Fries, die Arbeit bei dem Treffen. "Zum Einen erstellt regugio ärztliche und therapeutische Stellungnahmen und ist für die Diagnostik zuständig, des weiteren werden Gutachten für die Sozialämter oder für Asylverfahren erstellt, zum Anderen sieht refugio seine Aufgabe darin, durch Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung dazu beizutragen, über Folter und deren Wirkungen aufzuklären", so Dr. Fries.
Landrat, Ehrenpreisträgerin und Gleichstellungsbeauftragte waren sich darin einig, dass die Preisverleihung eine hervorragende Gelegenheit sei, die Probleme des Nachbarland Ruandas aber auch die Probleme der Kriegstraumatisierungen in das Öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Die Preisverleihung findet am 12. März 2008, um 17.00 Uhr im Roengten-Museum Neuwied statt. Informationen bei: Doris Eyl-Müller, Tel.: 0 26 31 - 803 410; doris.eylmueller@kreis-neuwied.de

