Landkreis stellt Datenbank „Von Mensch zu Mensch“ vor -
Sie suchen einen ehrenamtlichen Helfer für Ihre Organisation? Kein Problem! Ein Inserat in der Ehrenamtsbörse „Von Mensch zu Mensch“ hilft, Organisationen und freiwillige Helfer zusammen zu bringen. Die vom Landkreis Neuwied für alle Gemeinden erstellte Börse für bürgerschaftliches Engagement findet sich auf der Ehrenamtsseite des Kreises www.ehrenamt-neuwied.de, die nunmehr komplett überarbeitet vorgestellt wurde. „Mit dem neuen Baustein der Datenbank ist ein weiterer Service zur Stärkung des Ehrenamtes im Landkreis Neuwied installiert. Denn bürgerschaftliches Engagement ist nicht nur von persönlichen Interessen und Möglichkeiten abhängig, sondern auch von den Rahmenbedingungen und Unterstützungsangeboten.
Je besser diese ausgestaltet sind, um so mehr Menschen können wir in unseren Städten und Gemeinden für ein Ehrenamt gewinnen“, begründet Landrat Rainer Kaul das Engagement des Landkreises und dankte Cornelia Poinie von der Landesregierung für die finanzielle Unterstützung, die helfe, Informationen zu bündeln und die Vernetzung der Angebote voranzutreiben.
Ebenso dankte Kaul der Stadt Neuwied und den Verbands- und Ortsgemeinden, die mit kompetenten Ansprechpartnern nach Kräften mithelfen, um Interessierte zu beraten und Kontakte zu den Vereinen und Organisationen vermitteln. „Wir hoffen, dass diese Plattform intensiv in Anspruch genommen wird, erläuterte Andrea Oosterdyk, Ehrenamtsbeauftragte beim Landkreis Neuwied, „denn die Datenbank macht den Bedarf an Ehrenamtlichen transparent und erleichtert den Zugang zu den Organisationen, da konkrete Ansprechpartner benannt werden. Jede Organisation kann ihre „Stellenangebote“ nach einer Freischaltung selbst bearbeiten und erhält somit einen weiteren Zugangsweg in der Gewinnung von Freiwilligen. „Ich freue mich sehr, dass zunehmend auch kleinere Organisationen ihre Aktivitäten in einem eigenen Internetauftritt präsentieren und so über das zentrale Ehrenamtsportal des Landkreises auf sich aufmerksam machen können, lobte Landrat Kaul das Engagement der Vereine.
Verwaltung unterstützt und begleitet Projekte
Das ehrenamtliche Engagement im Kreis ist breit gestreut. Einen großen Anteil nimmt das soziale Engagement ein und auch im Rahmen der Lokalen Agenda 21 mit ihren verschiedenen Arbeitsgruppen, die von Priska Dreher beim Kreis und von Martin Jacoby bei der Stadtverwaltung Neuwied unterstützt werden, dominieren soziale Anliegen wie etwa bei den Arbeitskreisen Tauschring, Integration oder „Eine Welt“. Der Arbeitskreis Energie befindet sich im Aufbau und hier werden noch kompetente Mitstreiter gesucht. Günter Hahn, selbst über 30 Jahren im Naturschutz aktiv und ehrenamtlicher Koordinator des Netzwerkes Naturschutz Neuwied, stellte die hier fachlich auf hohem Niveau und oft im stillen geleistete ehrenamtliche Arbeit im Bereich Naturschutz vor, die Rheinland-Pfalz-weit bei der Pflege und Entwicklung von ökologisch wertvollen Flächen einzigartig ist.
Gemeinschaftsprojekte von Kreis und Stadt Neuwied
Andrea Oosterdyk, stellte im Jahresrückblick das SeniorTrainerprojekt vor. Derzeit wird bereits eine zweite Gruppe von Menschen in der nachberuflichen Phase für ihre ehrenamtliche Tätigkeit von einem Bildungsträger in drei Kursmodulen qualifiziert. Dieses Programm wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Neuwied begleitet und beide SeniorTrainer-Gruppen wollen gemeinsam mit Kooperationspartnern, wie dem Kinderschutzbund und Kinderschutzdienst, Jugendamt von Stadt und Kreis, Jugendbeirat, Polizei, Seniorensicherheitsberatern und Seniorenbeirat das Notinselprojekt „Wo wir sind, bist Du sicher“ zunächst in der Stadt Neuwied realisieren. Ein Interessierte Geschäfte aus dem Landkreis können selbstverständlich ebenfalls mitmachen. Das Notinselprojekt richtet sich an Geschäfte insbesondere in Fußgängerzonen, entlang der Schulwege und sie erhalten eine genaue Anleitung, wie sie Hilfe suchenden Kindern weiterhelfen können. Fast 50 Städte in Deutschland haben mit dem Notinselprojekt gute Erfahrungen gemacht, da es zu einer Verbesserung des Sicherheitsgefühls aller Bürger und zu einer Erhöhung der Zivilcourage führe, so äußersten sich jedenfalls alle mit dem Projekt befassten Organisationen, die befragt wurden. Auch seitens der beteiligten Geschäfte gibt es positive Rückmeldungen, da der Aufwand aufgrund einer eindeutigen Handlungsanleitung begrenzt sei.
Online-Bürgerbefragung zum ehrenamtlichen Engagement
„Im europäischen Ausland sind Bürgerbefragungen bereits ein bewährtes Mittel im Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern. Aus diesen Erfahrungen heraus sollen auch in Rheinland-Pfalz Bürgerpanel erprobt werden, denn die Teilnahme an den Befragungen sensibilisiert die Beteiligten für Fragestellungen aus dem eigenen lokalen Umfeld und das allgemeine Interesse an öffentlichen Angelegenheiten steigt,“ erläuterte Cornelia Poinie, Leiterin der Geschäftsstelle Ehrenamt im Innenministerium. „Untersuchungen belegen, dass Panelteilnehmer eher bereit seien, Verantwortung in ihrem kommunalen Umfeld zu übernehmen, das heißt sie werden im Sinne von bürgerschaftlichem Engagement aktiv, was ein gewichtiger Grund für die modellhafte Erprobung war“, so Frau Poinie weiter. Die ausgewählten Personen erhalten einen Fragebogen per Post, der aber auch Online ausgefüllt werden kann. „Darüber hinaus kann sich jeder beteiligen, der möchte,“ appellierte Landrat Kaul an die Bürgerinnen und Bürger, mitzumachen. Die Befragung wird im neuen Jahr voraussichtlich nach Karneval starten.
Vorteile durch Engagement
Der Arbeitskreis diskutierte auch über Ideen, das Ehrenamt durch Vergünstigungen bei Schwimmbad-, Theaterbesuchen oder ähnliches zu honorieren. Schon jetzt können sich ehrenamtliche beim Innenministerium eine von ihren Vereinen bestätigte Bescheinigung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für Bewerbungsunterlagen bei der Arbeitssuche anfordern. Landrat Kaul konnte aus Erfahrungen im eigenen Hause bestätigen, dass ein Ehrenamt bei der Bewerberauswahl für einen Arbeitsplatz oft den Ausschlag geben kann. Infos bei: Andrea Oosterdyk, Tel. 02631-803129.
Arbeitskreis Ehrenamt
Der Arbeitskreis Ehrenamt für Stadt und Kreis Neuwied bestehend aus Vertretern der Wohlfahrtsverbände und Vereinen und Verbänden, kam erstmalig im Jahr 2000 zusammen mit dem Ziel, das Ehrenamt attraktiver und zukunftsfähig zu machen. Die damaligen Mitglieder, Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen, Sportbund und Kreisverwaltung waren angetreten, zur Vernetzung ehrenamtlicher Initiativen beizutragen und neue Zugangsmöglichkeiten für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu erschließen. Dazu wurden folgende Ziele formuliert: Aufgabenstellungen überdenken, um Freiwillige nicht überfordern, wie etwa durch Projektarbeit; Was machen wir? Mehr Transparenz schaffen durch verbesserte Öffentlichkeit und Darstellung. Nachwuchsförderung: Teamarbeit und Delegation, um Nachwuchs in die Arbeit von Funktionsträgern hineinwachsen zu lassen. Geleistete Arbeit anerkennen und Dank aussprechen, auch die stillen Helfer ehren. Der Arbeitskreis kommt einmal jährlich und nach Bedarf zum Informationsaustausch zusammen. Er ist offen für Interessierte.
Sprecher des Arbeitskreises ist Willi Obermann aus Neuwied-Gladbach.


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