Wissenschaftlich belegt: Im Landkreis Neuwied sind die Bürgerinnen und Bürger überdurchschnittlich engagiert
Ob in Vereinen oder in sozialen Projekten, die Rheinland-Pfälzer sind in hohem Maße bürgerschaftlich engagiert, konstatierte Innenminister Karl Peter Bruch anlässlich seines Besuchs in der Kreisstadt Neuwied. Dass dies in besonderem Maße auf die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Kreis Neuwied zutrifft, davon konnte sich Bruch anlässlich der Präsentation ausgewählter Projekte und Maßnahmen im Amalie-Raiffeisensaal der Volkshochschule Neuwied überzeugen. Bürgermeister Rainer Kilgen nutzte die Gelegenheit, sich stellvertretend für die Kommunen für das breite Engagement, das den Städten und Gemeinden zugute komme, Dank auszusprechen.
Dass die Neuwieder aus Stadt und Kreis Neuwied überproportional engagiert sind, konnte Dr. Kai Masser vom Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer anhand seiner Forschungsergebnisse nachweisen. Im Auftrag des Innenministeriums wurde im Landkreis Neuwied eine Bürgerbefragung zum ehrenamtlichen Engagement durchgeführt, zwar mit dem vorrangigen Ziel, neue Beteiligungsformen zu erproben, aber auch interessanten Ergebnissen rund ums Ehrenamt. Neben 1.000 repräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern konnte sich jedermann online an der Befragung beteiligen.
Besonders auffällig war, so der Wissenschaftler, dass ein Rücklauf fast ausschließlich von Personen erfolgte, die selbst zumeist in recht hohem Umfang ehrenamtlich engagiert waren, diesem Thema sehr aufgeschlossen gegenüber standen und daher auch über das Angebot überaus gut informiert waren. Durchweg gute Noten gab es daher auch für die auf Kreisebene initiierten und unterstützten Projekte. Anhand der Ausbildung der Landesmaßnahme „SeniorTrainer“, die gemeinsam mit der Stadt Neuwied durchgeführt wurde verdeutlichte Andrea Oosterdyk vom Landkreis Neuwied die Notwendigkeit, aktive Seniorinnen und Senioren mit ihrem Erfahrungsschatz aus Beruf und Familie als Zielgruppe für die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher zu gewinnen. Aufgrund der demographischen Entwicklung nehme diese Gruppe kontinuierlich zu, während die Personen im erwerbsfähigen Alter künftig deutlich zurückgehen werde.
Abschließend präsentierten Direktorin Edeltrud Pinger und Schülerinnen vom Werner-Heisenberg Gymnasium mit dem Freundeskreis Neuwied-Matara e.V. eine bemerkenswerte Bilanz ihres seit 2005 bestehenden Engagements zugunsten des Aufbaus eines Jungen- und Mädchenkolleges in Matara/Sri Lanka. Nachdem die unvorstellbaren Zerstörungen und das Leid der Menschen bekannt wurden, die der Tsunami am 26. Dezember 2004 insbesondere im Süden Sri Lankas und in Indonesien verursacht hatte, richteten hatten Stadt Neuwied und alle Verbandsgemeinden im Landkreis Neuwied Spendenkontos ein. Die eingegangenen Mittel wurden dem Projekt des Freundeskreises Neuwied Matara zur Verfügung gestellt.
Infos unter Tel. 02631-803129, Andrea Oosterdyk


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