Keiner darf verloren gehen - Lernpatenprojekt für Grundschüler mit besonderem Betreuungsbedarf

 

 

Ziele des Projektes:

 

Die Einführung des Lernpatenprojektes im Landkreis Neuwied wird eingebunden in das

 

„Projekt: Prävention – Intervention – Kommunikation“ - Konzept des Landkreises Neuwied zum Ausbau niederschwelliger  und präventiver Hilfen (Neuwieder Modell)

 

Bei diesem Projekt geht es in einem modulartigen Gesamtkonzept neben einer Verbesserung der Wahrnehmung der Aufgaben des Kindesschutzes und dem qualitativen und quantitativen Ausbau des Angebotes an niedrigschwelligen Hilfen zur Vermeidung von Überforderungssituationen von Eltern, auch um eine Erhöhung der Transparenz und Abstimmung vorhandener Angebote.

 

In dem Bereich der frühen präventiven Hilfen für Kinder ist das Lernpatenprojekt anzusiedeln, das in seiner Konzeption den Leitgedanken des „Neuwieder Modells“ im vollen Umfang entspricht.

 

Das Lernpatenprojekt unterstützt Kinder aus bildungsfernen Milieus und sozial schwachen Familien und sorgt gleichzeitig für eine Entlastung in den betroffenen Familien.

 

Durch individuelle Unterstützung durch ehrenamtlichen Lernpaten kann eine Verbesserung in schulischen Leistungen aber auch im sozialen Verhalten möglich sein.

 

Entwicklungsförderung der Kinder als zentraler Aspekt dieses Projektes ermöglicht eine Frühform von gezielter Förderung der Kinder in der Schule.

 

Die Paten kümmern sich für 1-2 Stunden pro Woche um ein von den Lehrern ausgewähltes Kind, das voraussichtlich von einer solchen persönlichen Begleitung profitieren wird.  Die Maßnahme zielt darüber hinaus auch auf eine Verbesserung der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund.

 

 
 

Umsetzung im Landkreis Neuwied:

 

Ergebnisse von Studien über die Bildungssituation in Deutschland bestätigen den Eindruck: „Wer unten ist, bleibt unten“. Aufgrund individueller gesellschaftlicher, aber auch familiärer Probleme bedürfen Kinder aus sog. bildungsfernen Familien individueller Hilfen, um die Chancen derjenigen zu verbessern, die von zu Hause wenig oder keine Unterstützung erhalten.

 

Nach der erfolgreichen Umsetzung des Lernpatenprojektes mit dem Titel „Keiner darf verloren gehen“ durch die Bürgerstiftung Pfalz wird das Kreisjugendamt Neuwied in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Neuwied das Lernpatenprojekt nun auch an Grundschulen im Landkreis etablieren

 

Mit Hilfe von ehrenamtlichen Lernpaten sollen Kinder in enger Kooperation mit ihrer Schule die Möglichkeit erhalten, durch Förderung ihrer kognitiven, emotionalen und sozialen Kompetenzen ihre Bildungschancen zu erhöhen.

 

Lernpate werden kann prinzipiell jeder, der gerne ehrenamtlich mit Kindern arbeitet und sich vorstellen kann wöchentlich zwei Stunden mit einem Kind kontinuierlich über ein ganzes Schuljahr in der Schule zu verbringen.

 

In der Tätigkeit als Lernpaten geht es nicht um das Erlernen des Einmaleins, sondern um gezielte menschliche Zuwendung, Alltagshilfen und auch Tipps zur Freizeitgestaltung. Insofern fungieren Lernpaten weder als Nachhilfelehrer noch als Therapeuten, sondern stellen eine zusätzliche Bezugsperson dar, die mit Zeit, Geduld und Lebenserfahrung dem Kind an der Seite steht.

 

Vorläufig haben 14 Schulen ein Interesse an einer Teilnahme an dem Projekt bekundet.

 

Aufgefordert sind engagierte Menschen, die solch eine gesellschaftliche wichtige ehrenamtliche Aufgabe übernehmen wollen und als Lernpaten Grundschulkindern zu höheren Bildungschancen verhelfen.

 

Weitere Infos erhalten sie von Franlin Toma (Kreisjugendamt) unter Telefon 02631/ 803-442 oder per Mail unter jugendarbeit@kreis-neuwied.de sowie von Margret Diederichs (Caritasverband Rhein-Wied-Sieg e.V.) unter Telefon 02631/ 979 250 oder per Mail unter service@Diederichs-Betreuungen.de.

 

 

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