In Badestadt sollen Brunnen sprudeln
Privatinitiative geht Reparaturen an - Verwaltung trägt Materialkosten
Vor allem im Kurpark vor der Kristall Rheinpark-Therme sind sie in Bad Hönningen zahlreich vertreten - Brunnen. Die meisten der Fontänen müssen instand gesetzt werden. Darum kümmert sich jetzt eine private Initiative.
BAD HÖNNINGEN. Die Badestadt hat viele Brunnen - aber nur wenige funktionieren. Notwendige Reparaturen hat die Stadt aufgrund der finanziellen Misere aufgeschoben. Jetzt will eine Privatinitiative die Wasserspiele wieder zum Plätschern bringen. Walter Breitenbach, Jörg Wambach, Günther Reisdorf, Hermann Jung und Konrad Hecken wollen dafür selbst mit Hand anlegen. Allerdings können die Helfer die Materialkosten in Höhe von rund 15 000 Euro nicht selbst stemmen.
An dieser Stelle springt die Stadt ein. Der Rat beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, diese Kosten zu tragen, weil sie so die Reparaturen preisgünstig erledigt bekommt. Konrad Hecken erklärte in der Sitzung, dass die Initiative sehr stark aus den Reihen der Karnevalsgesellschaft getragen wird.
Walter Breitenbach, Jörg Wambach, Günther Reisdorf, Hermann Jung und Konrad Hecken wollen die Arbeiten nicht auf die lange Bank schieben. In den kommenden Wochen geht es los. Einen Überblick über die Reparaturen haben sie sich schon gemeinsam mit einer Fachfirma gemacht. Vor allem die Brunnen im Kurpark wollen sie wieder instand setzen. Besonders an der Pumpentechnik nagt der Zahn der Zeit.
So erhält der sogenannte Igel-Brunnen neue Düsenrohre aus Edelstahl. Und der große ovale Brunnen zwischen Musik-Pavillon und Großraumparkplatz wird mit neuen "Schaumeffektdüsen-Aufsätzen" versehen. Auch der Basaltbrunnen soll künftig eher "schaumig" sprudeln. Andere Fontänen erhalten neue Armaturen, die die Frischwassereinspeisung regeln. So soll verhindert werden, dass das Brunnenwasser nicht wieder zurück in die Frischwasserleitung laufen kann. Die fünf Helfer wollen alle Brunnen noch in diesem Jahr wieder in Betrieb
nehmen. (mis)
Rhein-Zeitung - Ausgabe Neuwied vom 04.04.2007, Seite 17

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