Beiräte werden fit gemacht für die kommunalpolitische Arbeit
Seit der Wahl zu den Beiräten für Migration und Integration von Stadt und Kreis Neuwied am 8.November 2009 sind viele neue Gesichter in den beiden Gremien vertreten. Während im Beirat der Stadt Neuwied 6 von ebenfalls 10 Gewählten noch keine Erfahrung mit der ehrenamtlichen Arbeit in einem Gremium haben, sind es im Kreisbeirat sogar 8 von 10 gewählten Mitgliedern. „Wir haben uns zusammengefunden, um gemeinsam mit Unterstützung der beiden Verwaltungen etwas zu bewegen, aber wir müssen wissen, welche Möglichkeiten wir haben, wo wir etwas beeinflussen können, aber auch, wo die Grenzen unseres Auftrages liegen. Schließlich sind wir dazu da, den Landkreis bzw. die Stadt Neuwied in Fragen der Integration und Migration zu beraten. Wir sollen mithelfen, die Integration und die Integrationsarbeit vor Ort zu verbessern- so steht es in der Satzung. Dies kann aber auf vielfältige Weise geschehen und hier müssen wir uns intern Schwerpunkte setzten und erläuterte Kreisbeiratsvorsitzender Raffaele Zampella die Motivation beider Beiräte das Grundlagenseminar nach Neuwied zu holen und sich so eine erste Orientierung als Einstieg zu verschaffen.
Dementsprechend begann das Seminar mit einer Einführung über die Grundlagen der Verwaltung und der Kommunalpolitik. Maria Johnson, Integrationsbeauftragte der Stadt Neuwied zeigte auf, welche Wege eine Verwaltungsentscheidung durchläuft.
Im Anschluss referierte Musgana Tesfamariam von AGARP, der Arbeitsgemeinschaft der Migrations- und Integrationsbeiräte in Rheinland-Pfalz über die Aufgaben der Beiräte, über Möglichkeiten, sich einzumischen, zum Beispiel über Anfragen des Beirates an die Verwaltungsleitung, über bestehende Kampagnen, wie etwa zur Einbürgerung oder zum kommunalen Wahlrecht. „Nicht alles muss neu erfunden werden, vieles ist schon da und muss nur abgerufen werden und vor Ort vermittelt werden,“ stellte Frau Tesfamariam klar. Viele Informationen kommen vor Ort gar nicht an und über Infostände wie bei der Lokalen Agenda in einer Fußgängerzone oder mit Infoständen an einem Fest können viele Informationen transportiert werden.

