Die Schatztruhe voller Kostbarkeiten in Szene gesetzt

Wer sich passend in Szene setzen will, bedient sich ab und an einer schicken Kulisse. Zuweilen läuft es aber schon mal umgekehrt - dann wird der Schauplatz selbst zum Hauptdarsteller. So geschehen im Roentgen-Museum Neuwied, wo Landrat Achim Hallerbach und Museumsleiterin Jennifer Stein jetzt die Ausstellung „Geformt aus Feuer und Stein – Der Westerwald in Fotografie und Keramik“ eröffnet haben. Zu sehen sind beeindruckende Fotografien von Andreas Pacek ebenso wie keramische Werke der beiden Künstler Martin Goerg und Andreas Hinder aus Höhr-Grenzhausen. Zur Vernissage hatten sich auch Ihre Durchlaucht Fürstin Isabelle zu Wied sowie Ihre Durchlauchten Fürstin Gabriela und Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn ihren Besuch nicht nehmen lassen.

„Gerade das Vertraute nehmen wir oft nicht mehr bewusst wahr.  Die Fotografien von Andreas Pacek eröffnen uns jedoch einen neuen Blick auf unsere wunderbare Region. Sie lassen uns staunen, innehalten und unsere Heimat Westerwald mit frischen Augen entdecken. Auch auf diesem Weg wird bringen Farbe, Licht und Inspiration in das noch junge Jahr gebracht“, war Landrat Achim Hallerbach fasziniert. Bestandteil der Ausstellung sind ebenfalls prämierte Werke des Fotografie-Wettbewerbs, die ganz persönliche Westerwald-Momente reflektieren. Ganz vorne platzierte die Jury in dem Contest eine beeindruckende morgendliche Lichtermelange von Britta Hilpert.

In der aktuellen Ausstellung des Roentgen-Museums geht es in einem zweiten Schwerpunkt ebenfalls um ein Handwerk, das mit dem Westerwald untrennbar verbunden ist:  die Keramik.  „Martin Goerg und Andreas Hinder aus dem Herzen des Kannenbäckerlandes, zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig sich das traditionelle Westerwälder Steinzeug interpretieren lässt. Andreas Hinder schafft ausdrucksstarke Tierplastiken im freien Aufbau. Sie erzählen von Natur und Mythos, von Instinkt und Beziehung.

Die Arbeiten von Martin Goerg zeichnen sich durch eine stark reduzierte, archaisch anmutende Formensprache aus. Ausgangspunkt ist die ursprüngliche Gefäßform der Keramik – im Westerwald vor allem die bekannte grau-blaue Salzbrandkeramik“, erläutert Museumsleiterin Jennifer Stein den kreativen Ansatz der beiden Künstler aus Höhr-Grenzhausen.

„Geformt aus Feuer und Stein“ – dieser Titel verweist zugleich auf den geologischen Ursprung des Westerwaldes. Vor Urzeiten durch vulkanische Aktivität entstanden, prägen Phonolith, Schiefer und Basalt bis heute das Gesicht der Landschaft. „Von Seiten der Basalt AG ist die Ausstellung passend dazu mit Exponaten aus Basalt bereichert worden“, dankte Landrat Achim Hallerbach Unternehmens-Repräsentantin Heike Steinert ebenso für die Unterstützung wie der Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz, der Sparkasse Neuwied sowie „Wir Westerwälder“-Vorständin Sandra Köster und Museumsleiterin Jennifer Stein für Kooperation und Support.

Dass Genuss für alle Sinne nicht zuletzt auch ein Hörerlebnis ist, wusste Frank Pacek umzusetzen. Er verlieh der Vernissage mit epischen Kompositionen vor allem als kongeniale musikalische Ergänzung zur abschließenden Multivisions-Show einen besonderen klanglichen Rahmen.

„Geformt aus Feuer und Stein – Der Westerwald in Fotografie und Keramik bis zum 12. April 2026 im Roentgen-Museum Neuwied.