Einbürgerung als Zeichen von Zugehörigkeit

Bei der jüngsten Einbürgerungsfeier im Max-zu-Wied-Saal des Neuwieder Kreishauses konnte Landrat Achim Hallerbach 29 Frauen und Männern die deutsche Staatsbürgerschaft verleihen. Die 15 neuen Staatsbürgerinnen und 14 Staatsbürger stammen aus den insgesamt 17 Nationen Afghanistan, Aserbaidschan, Australien, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Kanada, Kosovo, Namibia, Peru, den Philippinen, Russland, Syrien, der Türkei, der Ukraine, den USA und Vietnam. Der jüngste Eingebürgerte ist Jahrgang 2008, der älteste Jahrgang 1958.

„Viele der heute Eingebürgerten sind hier geboren und kennen die Heimat ihrer Eltern kaum noch, andere haben ihren Lebensmittelpunkt bewusst nach Deutschland verlegt. Sie alle verbindet der Wunsch, dazuzugehören und Teil unserer Gesellschaft zu sein“, betonte Landrat Achim Hallerbach.

Zugehörigkeit entstehe jedoch nicht von allein, sondern wachse sowohl aus der eigenen Bereitschaft, sich einzubringen, als auch aus respektvollen Begegnungen im Alltag – etwa in Schule, Beruf, Nachbarschaft, Behörden oder im öffentlichen Raum. Offenheit und gegenseitiger Respekt seien dabei zentrale Voraussetzungen für ein gelingendes gesellschaftliches Zusammenleben.

„Wichtig ist mir, dass unser Miteinander auf gemeinsamen Werten beruht. Dies beinhaltet gleiche Chancen für Mädchen und Jungen, den respektvollen Umgang miteinander, das Austragen von Meinungsverschiedenheiten mit Argumenten und auf Augenhöhe sowie das Leben nach Recht und Gesetz“, erklärte Landrat Achim Hallerbach. Grundlage dafür bilde das Grundgesetz, das die Würde des Menschen als unantastbar erkläre und schütze.

Mit Blick auf die Entwicklung im Landkreis Neuwied verwies Achim Hallerbach darauf, dass seit dem Jahr 2016 mehr als 4.400 Frauen und Männer eingebürgert wurden. „Mit jeder Einbürgerung sind wir zuversichtlich, dass unser Land neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die Werte unserer freiheitlichen Gesellschaft gewonnen hat“, sagte der Landrat.

Zugleich machte Achim Hallerbach deutlich, dass das Einbürgerungsverfahren für die Antragstellerinnen und Antragsteller mitunter lang und anspruchsvoll sei. „Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, den zuständigen Mitarbeitenden für ihre engagierte und unterstützende Arbeit zu danken“, so der Landrat. Sein Dank galt dabei ausdrücklich Klaus Flesch, Heike Hanf-van der Steen, Lara Teichröb und Carsten Schäfer, die im Landkreis Neuwied die Einbürgerungsverfahren und die Bewerberinnen und Bewerber begleiten und den Prozess maßgeblich mitgestalten.

An der Einbürgerungsfeier nahmen auch Mitglieder des Beirats für Migration und Integration teil. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Ariane und Carine Kirst de Pedro am Piano begleitet.

Abschließend hieß Landrat Achim Hallerbach die neu eingebürgerten Frauen und Männer im Landkreis Neuwied herzlich willkommen. Er verband dies mit dem Wunsch, dass sie sich dauerhaft angenommen fühlen und ihre Erfahrungen sowie Perspektiven aktiv in das gesellschaftliche Leben vor Ort einbringen.