Kreis Neuwied erweitert Blickfeld
nach Norden

Der Landkreis Neuwied ist nun gleichberechtigtes Vollmitglied im bundesländerübergreifenden Kooperation-Forum :rak – dem regionalen Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler. Damit wird der bisherige Gaststatus abgelöst durch eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Am Anfang der Entwicklung stand die Wiedervereinigung: Nachdem Berlin zur Bundeshauptstadt und Bonn zum zweiten bundespolitischen Zentrum wurde, schritt die betroffene Region schnell gemeinsam voran und begann, zunehmend intensiv miteinander zu kooperieren und bundeslandübergreifende Fragestellungen gemeinsam zu adressieren. „Ein Pfund, dass in seiner Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann“, betont Landrat Achim Hallerbach seine Grundüberzeugung zur Wichtigkeit des gemeinsamen Austausches und der Zusammenarbeit.

Diese Kooperation besteht bis heute erfolgreich und gab sich den Namen „:rak – Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler“. Der Landkreis Neuwied fehlte zunächst in dieser Aufzählung und das war seinerzeit so beabsichtigt. So entschied sich die Kreispolitik damals dazu, eine Mitgliedschaft im :rak nicht einzugehen.

Nach nunmehr über 30 Jahren haben sich die Rahmenbedingungen wiederum verändert und eine sowohl Kreis- wie auch bundeslandübergreifende Zusammenarbeit gewinnt noch stärker als seinerzeit an Bedeutung. „Insbesondere komplexer gewordene Planungs- und Entwicklungsvorhaben wollen nicht nur, sondern müssen im Grunde genommen schon lange im Vorfeld einer Umsetzung miteinander in Einklang gebracht- und aufeinander abgestimmt werden“, weiß Kreiswirtschaftsförderer Harald Schmillen zu berichten

Somit schlägt die Kreispolitik im Landkreis Neuwied als einem der ökonomisch erfolgreichsten Landkreise in Rheinland-Pfalz nunmehr eine neue Seite im Buch der wichtigen regionalen Kooperationen auf und richtet ihren Blick auf die wirtschaftsstarken Nachbarn im Norden.

Angetrieben durch die laufenden Verhandlungen zum Abschluss einer Zusatzvereinbarung zum Berlin-/Bonn-Gesetz, sind die Akteure Bundesstadt Bonn, Kreis Rhein-Sieg, Kreis Ahrweiler und Kreis Neuwied, regelmäßig und intensiv in einem gemeinsamen Austausch. Gemeinsame Ziele verbinden auch hier einzelne oder alle Akteure - etwa in Kooperationen beim ÖPNV und der Abfallwirtschaft. Der Wunsch und auch die Notwendigkeit, erreichbare Synergien zu heben, zu nutzen, treibt dabei alle Beteiligten gleichermaßen an.

„Dementsprechend ist es folgerichtig, dass sich der Kreis Neuwied unter den veränderten Rahmenbedingungen der Neuzeit, zu einer Mitgliedschaft im :rak entschieden hat. Denn der :rak ist und bleibt die zentrale Arbeitsplattform der gemeinsamen Verbundprojekte der Region. Wenn es den :rak nicht schon gäbe, müssten wir ihn spätestens jetzt gemeinsam mit unseren Nachbarn aus der Taufe heben“, erläutert Landrat Achim Hallerbach die Bedeutung des :rak.

Mit der Hinzunahme des Landkreises Neuwied und den laufenden Verhandlungen zur Zusatzvereinbarung sowie dem sich verändernden Bedarf an einem gemeinsamen Auftreten in bestimmten Themenfeldern, verändert sich auch der Name des Arbeitskreises. In Zukunft vereinen sich thematisch alle vier Akteure unter dem Namen: „Regionaler Arbeitskreis Region Bundesstadt Bonn (:rak)“.

Die aktuellen politischen Entscheidungen zum zukünftigen Kooperationsvertrag des :rak stehen in zwei von vier beteiligten Gebietskörperschaften noch aus, sind aber für die erste Jahreshälfte 2026 avisiert. Der Landkreis Neuwied hat nun bereits ein starkes Signal in die Region gesendet.