Einfühlsam und behutsam auf Kinder und Familien zugehen - Psycho-soziale Situation von Flüchtlingskindern war Thema

Ungebrochen groß war das Interesse an der zweiten Informationsveranstaltung zum Thema „Flüchtlingskinder in der Kita“, zu der das Kreisjugendamt in den Außerschulischen Lernort auf der Abfallentsorgungsanlage in Linkenbach eingeladen hatte. Dort konnte der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach rund 40 Leiterinnen und Leiter der Kitas im Kreis sowie Fachkräfte für interkulturelle Arbeit begrüßen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der fachlich-inhaltliche Austausch mit Referentin Sylvia Herzog.

Foto: Rund 40 Leiterinnen und Leiter der Kitas im Kreis sowie Fachkräfte für interkulturelle Arbeit konnte der 1. Kreisbeigeordnete und Jugendamtsdezernent Achim Hallerbach zur zweiten Informationsveranstaltung zum Thema „Flüchtlingskinder in der Kita“ begrüßen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der fachlich-inhaltliche Austausch mit Referentin Sylvia Herzog von der Hochschule Koblenz.„Es ist uns ein großes Anliegen, den Leiterinnen und Leitern der Kitas und allen pädagogischen Fachkräften wichtige Informationen „an die Hand“ zu geben, damit sie den Kindern, die nun nach und nach in die Gemeinden kommen und dort die Kitas besuchen, möglichst professionell begegnen können und sich selbst für die neuen Herausforderungen und Aufgaben gut gerüstet fühlen“, betonte Achim Hallerbach.

Sylvia Herzog, Dipl. Sozialpädagogin (FH), B.A. Bildungs- und Sozialmanagement mit Lehrauftrag an der Hochschule Koblenz war selbst langjährige Leiterin der bislang einzigen „Konsultationskita“ aus dem Landkreis Neuwied in Melsbach und ist bestens mit den Strukturen im Landkreis vertraut.

Und so machten sich die Fachkräfte zuerst einmal daran, in einer „Landkarte“ zu erarbeiten, in welchen Kitas bereits Kinder mit Fluchterfahrung betreut werden, um dann anschließend im gemeinsamen Austausch ihre vielfach positiven Erfahrungen darzustellen mit der Aufnahme von Flüchtlingskindern: Große Dankbarkeit und Wertschätzung von Eltern und Kindern für die Kita-Betreuung und die vielfachen Bereicherungen, die sich für Kita-Teams und Kinder aus der kulturellen Vielfalt ergeben. In einem weiteren Schritt wurden auftretende Probleme und offene Fragen diskutiert.

In zwei Einspielern erhielten die Fachkräfte einen nachhaltigen Eindruck davon, welche Strapazen, Entbehrungen und Ängste Erwachsene und insbesondere Kinder während ihrer Flucht erleben und unter welchen Bedingungen sie in Deutschland zunächst einmal in Erstaufnahmeeinrichtungen leben.  

Die besondere psycho-soziale Situation von Flüchtlingskindern und -familien stellte Sylvia Herzog zum Abschluss in einem interessanten Vortrag dar. Angesprochen wurden dabei insbesondere die Fragen, ob und inwieweit Kinder durch die Erlebnisse in ihrem Heimatland oder auf der Flucht traumatisiert sind, auf welche vielfältigen Arten ein solches Trauma zum Ausdruck kommen kann und welche Hilfsangebote es gibt. Am Ende stand für die Kita-Leitungen zunächst einmal die gleichermaßen wichtige wie einfache Botschaft: einfühlsam und behutsam auf die Kinder und Familien zuzugehen.

Fortsetzen wird das Kreisjugendamt seine Informationsreihe für die Kitas übrigens u.a. mit zwei Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „Kultursensible Pädagogik“ im Februar und April.


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