Denkmalgeschütztem Asbacher Gehöft nach jahrelangem Leerstand neues Leben eingehaucht

Junges Ehepaar restauriert Anwesen aus erster Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Es stand bereits seit Jahren leer und harrte der Dinge die da kommen - der frühere Bauernhof in der Hospitalstraße 27 in Asbach. Seit 2008 durch die Gesetzesnovelle des Denkmalschutzgesetzes in die Denkmalliste des Landkreises Neuwied aufgenommen und somit als Kulturdenkmal geschützt, suchte der Alteigentümer über längerer Zeit für das einstige Bauernhaus mit anschließender Stallscheune unter einem First (daher „Einfirstanlage“) Liebhaber, die sich vorstellen konnten, in dem Anwesen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts leben zu wollen.

ImFoto: Nachdem die Konstruktion wieder schlüssig ergänzt war und man das Dach mit blau gedämpften Hohlpfannen neu eingedeckt hatte, trafen sich die Vertreter der Kreisbehörden gemeinsam mit dem 1. Kreisbeigeordneten und Baudezernenten Achim Hallerbach zu einem Ortstermin am Objekt. Neben dem Ehepaar Mühlig und Architekt Hoffmann war auch der hier monatelang agierende Zimmerermeister Hans-Peter Frings zugegen, um das Zwischenergebnis zu präsentieren. Herbst 2015 war es endlich soweit: Das junge Ehepaar Vanessa und Benjamin Mühlig erwarb das Haus, um sich hier einen lang gehegten Traum zu erfüllen. Seit April des Vorjahres war es nun das dritte Paar, das sich für das Anwesen interessierte und mit Kreisdenkmalpfleger Dr. Reinhard Lahr in Kontakt stand, um zu erkunden, was zu tun und zu lassen sei, um Haus und Scheune ihrem Zeugniswert entsprechend, aber auch modernen Wohnansprüchen genügend, instand zu setzen.

In Dieter Hoffmann aus Rengsdorf fanden die Mühligs einen Architekten, der mit genügender Sensibilität in ständiger Absprache mit dem Denkmalschutz und Margit Rödder-Rasbach vom Dorferneuerungsreferat  der Kreisverwaltung Neuwied die Wünsche der Bauherrschaft vorbrachte und diskutierte. Anstelle eines rückwärtigen Anbauriegels einigte man sich, weitere Raumkapazitäten in die ehemalige Scheune mit Kuhstall zu integrieren. Nach Freilegung vieler schadhafter Fachwerkbalken kam man zu dem Schluss, weite Teile erneuern zu müssen. Damit ging natürlich auch die Freilegung der meisten Gefache einher. Ganze Wandscheiben wurden durch abgelagertes Eichenholz in traditioneller Zimmerermanier neu verzapft und eingefügt, Böden und Decken geöffnet, so dass sich das gesamte Anwesen in ein großes Gerippe verwandelte. Einige massive sowie mit Weidengeflecht und Stroh-Lehmbewurf ausgefachte Wände zur Scheune hin konnten exemplarisch erhalten bleiben. 

Nachdem die Konstruktion wieder schlüssig ergänzt war und man das Dach mit blau gedämpften Hohlpfannen neu eingedeckt hatte, trafen sich die Vertreter der Kreisbehörden gemeinsam mit dem 1. Kreisbeigeordneten und Baudezernenten Achim Hallerbach zu einem Ortstermin am Objekt. Neben dem Ehepaar Mühlig und Architekt Hoffmann war auch der hier monatelang agierende Zimmerermeister Hans-Peter Frings zugegen, um das Zwischenergebnis zu präsentieren. 

„Obgleich bis zur Vollendung des Baus noch viel Arbeit ansteht, ist das bereits Geleistete beeindruckend“, lobte Achim Hallerbach das Projekt. 

Mit dem Ausfüllen der vielen noch offenen Gefache – entweder mit Lehm- oder kalkgebundenen Bimssteinen – dem Einbringen diverser Installationen samt Decken und Bodenbelägen, dem Einbau neuer Holzfenster mit Sprossen, der Dämmung und zum guten Schluss dem Neuanstrich der Balken und Gefache geht es nun in die zweite Runde, die maßgeblich von der Bauherrenfamilie und Fachhandwerkern bewältigt wird. 

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