Gemeinsam leben mit Menschen mit Demenz

Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt kontinuierlich, sowohl in Deutschland als auch im Landkreis Neuwied. Aus diesem Grund haben der Senioren- und Behindertenbeirat der Verbandsgemeinde Unkel und die Psychiatriekoordinationsstelle der Kreisverwaltung Neuwied für Mittwoch, den 8. März, ab 17 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung eine Informationsveranstaltung zum Thema Demenz gemeinsam organisiert.

Foto: (v.l.n.r.) Bürgermeister Karsten Fehr, Dieter Borgolte, 1. Vorsitzender des Seniorenbeirats, der 1. Kreisbeigeordnete des Landkreises Neuwied, Achim Hallerbach und Psychiatriekoordinator Dr. Ulrich Kettler laden interessierte Bürgerinnen und Bürger zur großen Informationsveranstaltung am 8. März 2017 ab 17 Uhr in die Verbandsgemeindeverwaltung nach Unkel ein.Die Zunahme der Zahl der Menschen mit Demenz bedeutet ebenfalls, dass die Zahl der Angehörigen und Freunde von demenzerkrankten Menschen steigt. Um über den Umgang mit Menschen mit Demenz sowie die vorhandenen Hilfsangebote zu informieren, hat der Senioren- und Behindertenbeirat der Verbandsgemeinde Unkel die Initiative ergriffen. Der 1. Vorsitzende des Seniorenbeirats, Dieter Borgolte, wird die Veranstaltung eröffnen und ins Thema einführen. Der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach wird über die Zahl der Menschen mit Demenz im Landkreis Neuwied sowie die vorhandenen Versorgungsstrukturen informieren. Gegenwärtig leben nahezu 3.500 Bürgerinnen und Bürger mit Demenz im Landkreis Neuwied. Pro Jahr erkranken rund 700 Bürgerinnen und Bürger neu an einer Demenz. 

Die Versorgung für Menschen mit Demenz konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und damit deutlich verbessert werden. Neben der Beratung durch die Pflegestützpunkte wie den Pflegestützpunkt in Linz und für Privatversicherte Compass Private Pflegeberatung wurden neue Hilfsangebote geschaffen. Hierzu zählen beispielsweise ambulante Hilfen, teilstationäre Angebote wie die Tagespflege sowie spezielle Wohnbereiche in den Altenheimen. „Um Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen helfen zu können, ist es wichtig, dass sie sich ausführlich beraten lassen“, so der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. „Darüber hinaus ist eine gute und umfangreiche Diagnostik wichtig, um Therapie und Hilfen geben zu können“. 

Als Hauptreferentin konnte Waltraud Klein, Sozialpädagogin und Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft Nördliches Rheinland-Pfalz gewonnen werden. Sie ist langjährige Expertin zum Thema und hat unter anderem im Rahmen ihrer Arbeit als Geschäftsführerin des Projektes „3 modellhaft“ Pflegeheime für Menschen mit Demenz im nördlichen Rheinland-Pfalz aufgebaut. In ihrem Vortrag gibt sie Angehörigen, Freunden und Interessierten einen Einblick in die Lebens- und Erfahrungswelt von betroffenen Menschen. Dieses Verständnis ist für den Umgang mit der Krankheit wichtig. Das Verständnis trägt entscheidend dazu bei, die Alltagssituationen zu entspannen und zu entlasten.

Vorgesehen ist ausreichend Raum für Fragen und zur gemeinsamen Diskussion. Darüber hinaus stellen der Pflegestützpunkt Linz, die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (NEKIS), die Seniorenbeiräte Unkel und Linz sowie verschiedene Dienste wie der Krankenpflegedienst ASD un die Gemeindeschwester plus mit Sitz in Linz ihre Arbeit an Informationsständen vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Informationen rund um das Thema Demenz. Weitere Informationen sowie geplante Veranstaltungstermine finden Sie ebenfalls auf der Internetseite der Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied im Internet unter www.pychiatrie-neuwied.de.


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