Halbstundentakt für alle Bahnhöfe im Landkreis Neuwied gefordert

Mit dem Wunsch  der Einführung eines Halbstundentaktes für alle Schienenhaltepunkte im Landkreis Neuwied hat sich der Kreis aktuell an die Geschäftsstelle des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) gewandt. „Damit“, so der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach, „soll die Schienenanbindung des Landkreises in Richtung Koblenz sowie in den Raum Köln/Bonn deutlich verbessert werden.“

Foto: Bei einer Ortsbesichtigung am Bahnhof Erpel wurde die Notwendigkeit einer engeren Taktung des Regionalexpresses RE 8 erörtert (v.l.n.r.): 1. Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach, Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel,  Ortsbürgermeisterin Cilly Adenauer (Erpel), Landtagsabgeordnete Ellen Demuth, Helga Zoltowski (Kreisverwaltung Neuwied) und Ortsbürgermeister Volker Berg (Leutesdorf). Derzeit wird die rechtsrheinische Schienenstrecke zwischen Koblenz und Köln mit zwei Zugangsangeboten bedient. Zum einen verkehrt die Regionalbahn 27 (RB 27) stündlich über Koblenz-Lützel und hält an allen Bahnhöfen im Landkreis Neuwied. Ebenfalls im zeitversetzten Stundentakt fährt der Regionalexpress 8 (RE 8) über Ehrenbreitstein kommend nur die „Haupthaltepunkte“ in Neuwied, Bad Hönningen, Linz und Unkel an. Damit verfügen die „Haupthaltepunkte“ über einen Halbstundentakt, die Bahnhöfe Leutesdorf, Rheinbrohl, Leubsdorf und Erpel haben dagegen nur ein stündliches Angebot mit der RB 27. 

Dies soll sich nach den Vorstellungen des 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach, der Landtagsabgeordneten Ellen Demuth und dem Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel in Zukunft ändern, indem auch der Regionalexpress RE 8 alle Halte im Landkreis Neuwied bedient. „Wir kommen damit einem immer wieder geäußerten Wunsch unserer Gemeinden nach, die den Halbstundentakt insbesondere für Berufspendler, Schüler und Freizeitnutzer einfordern. Die geographische Lage des Landkreises Neuwied zwischen den Ballungszentren Köln-Bonn und  Rhein-Main schlagen sich immer mehr in den Pendlerzahlen nieder“, so Hallerbach. „Und dieser Herausforderung wollen und müssen wir gerecht werden, zumal mit einem vermehrten Umstieg vom Auto auf die Schiene auch ein wichtiger Beitrag zur Schonung unserer Umwelt geleistet werden kann.“ 

Für die Ortsbürgermeisterin von Erpel, Cilly Adenauer, den Ortsbürgermsitersn von Leutesdorf und Rheinbrohl, Volker Berg und Oliver Labonde ist eine engere Taktung ein wichtiges Anliegen und unterstützen die Bemühungen der Kreisverwaltung. „Wir sind eine attraktive Wohnregion mit einem ebenfalls hohen Freizeitwert. Der Zuzug junger Familien unterstreicht den Trend für das untere Mittelrheintal. Die RE 8 im Halbstundentakt-Halt würde eine weitere Attraktivierung der Schiene bedeuten,“ betonen Adenauer, Berg und Labonde. 

"Der Ausbau besserer Personenverbindungen auf der Schiene dient nicht nur der Lebensqualität im Rheintal, sondern ist auch eine kleine Entschädigung für die Lasten, die mit dem Bahnlärm verbunden sind“, erklärt der hiesige Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, der die Interessen des Landkreises Neuwied in der überparteilichen Berliner Parlamentsgruppe „Bahnlärm“ vertritt. 

Eine Einbindung der zusätzlichen Haltepunkte ließe sich nach Ansicht von Hallerbach in das Taktgefüge zwischen Bonn und Koblenz realisieren. „Allerdings muss dies in enger Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg erfolgen, da es gegebenenfalls erforderlich wird, den ein oder anderen Halt auf dem nordrhein-westfälischen Streckenabschnitt zu ändern, um die Fahrzeit des Zuges nicht zu stark zu beeinträchtigen“, so Achim Hallerbach. „Wir werden die Gespräche dazu zügig aufnehmen. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass mit dem zusätzlichen Angebot weitere Bahnfahrer gewonnen werden können.“  

Die Schienenverkehrsleistungen des Regionalexpress 8 werden nach einer vorangegangenen Ausschreibung ab dem Fahrplanwechsel 2019 weiterhin von der DB Regio AG dann unter Einsatz von Neufahrzeugen erbracht.

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