„Keiner ohne Abschluss“ muss für alle Schülerinnen und Schüler gelten

Zu einem Informationsgespräch trafen sich Vertreter der berufsbildenden Schulen, Alice-Salomon-Schule und David-Roentgen-Schule mit dem Arbeitskreis Kita, Schule, Ausbildung des Beirates für Migration und Integration des Landkreises Neuwied. Mit dabei waren auch der Bildungskoordinator für Neuzugewanderte und die beiden Integrationsbeauftragten.

Foto (v.l.): Dilorom Jacka, Dr. Martin Correll, Doris Schulte-Schwering, Stefanie Härtel, Herbert Woidtke, Aynur Ergin,2.Vorsitzende Beirat, Andrea Oosterdyk, Volker Esper, Elisabeth Bröskamp, Elmar Kanschik und Violeta Jasiqi, Vorsitzende Beirat.Anlass des Gespräches war es, strukturelle Lösungen zu finden, wie Jugendlichen, insbesondere mit Fluchterfahrung geholfen werden kann, trotz Beendigung der zwölf Schuljahre umfassenden Schulpflicht, einen Abschluss zu erlangen. Vielen älteren Jugendlichen, die erst spät in das deutsche Schulsystem einmünden, bleibe nicht genügend Zeit, im Rahmen ihrer Schulpflicht genügend Deutschkenntnisse zu erlangen, mit denen sie einen formalen Abschluss erreichen können.

Dies liege jedoch nicht im individuellen Versagen, sondern am Schulgesetz, das nicht auf die Bedürfnisse und die spezielle Problemlage gerade von Flüchtlingen im höheren Schulalter ausgerichtet sei und diese benachteilige, kritisierte die Sprecherin des Arbeitskreises Elisabeth Bröskamp. Sie forderte, dass es notwendig sei, Jugendliche so lange im Schulsystem zu halten, bis sie in eine Ausbildung übergeleitet werden können.
Schulleiter (ASS) Axel Lischewski und Volker Esper, Koordinator für Migration und Integration bei der DRS wiesen darauf hin, dass die Schulen aufgrund der hohen Zugangszahlen engagiert in kurzer Zeit viele Bildungsmaßnahmen organisiert haben.

Hier sei allerdings das Bildungsministerium gefordert, auskömmliche Rahmenbedingungen und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um individuell auf die einzelnen Problemlagen eingehen zu können. Zudem seien der Schule die Hände gebunden, sie könne keine Entscheidung über eine weitere, die Schulpflicht hinausgehende Beschulung treffen. Einig waren sich alle Anwesenden, dass die Abschlussthematik besser mit anderen Organisationen, wie Arbeitsagentur und Kammern verzahnt werden müssen.

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