Eigene Abfallbehandlungsanlagen und kommunale Kooperation zahlen sich aus

Am 23. Juni ist Tag der Daseinsvorsorge der kommunalen Unternehmer. Eine Gelegenheit, die Kreisabfallwirtschaft als kommunales Unternehmen vorzustellen. Die kreiseigene Abfallwirtschaft spielt neben der sicheren Wasserversorgung eine zentrale Rolle in der durch kommunale Unternehmen gewährleisteten Daseinsvorsorge.

Foto: Herzstück der Neuwieder Abfallwirtschaft: Die Abfallentsorgungsanlage Linkenbach mit Außerschulischem Lernort, Wertstoffhof, Mechanisch-Biologischer Abfallbehandlungsanlage, Deponie und überdachter Nachrotte (von vorne nach hinten)Der Landkreis Neuwied sorgt für die Einsammlung, Verwertung und Beseitigung des Abfalls seiner über 180.000 Einwohner sowie von rund 6.000 Gewerbebetrieben und bewegt so jährlich fast 100.000 Tonnen Abfälle.

Dabei profitieren die Neuwieder Bürgerinnen und Bürger von einigen Besonderheiten des Neuwieder Abfallwirtschaftskonzepts. So ist der Kreis mit der eigenen, selbst betriebenen Mechanisch-Biologischen Restabfallbehandlungsanlage (MBA) unabhängig von der teuren und unflexiblen Abfallverbrennung. Gleichzeitig gewährleistet der Kreis mit dem durch vorausschauende Planung ausreichend vorhandenen, eigenen Deponieraum die Entsorgungssicherheit noch für viele Jahre. Und gegen die mit steigenden Preisen einhergehende, immer weiter zunehmende Marktkonzentration in der Entsorgungswirtschaft hat der Landkreis rechtzeitig auf intensive Kooperation mit anderen Kommunen gesetzt. Zuletzt hat der Beitritt zur Rheinischen Entsorgungskooperation REK auch die Abfallsammlung wieder in kommunale Verantwortung gelegt.


"Während viele Städte und Landkreise voll und ganz auf die private Entsorgungswirtschaft angewiesen sind und einen nachlassenden Wettbewerb bereits heute teuer bezahlen müssen, profitieren die Neuwieder Bürgerinnen und Bürger von der bereits weit vorangetriebenen Kommunalisierung der Abfallentsorgung", teilt Landrat Achim Hallerbach mit. "Neben der langfristigen Planungs- und Entsorgungssicherheit verspricht eine kommunal organisierte und durchgeführte Abfallentsorgung auch langfristig stabile sowie angemessene Gebühren."

Der Landrat verweist auch auf einen weiteren Effekt der an den Interessen des Landkreises ausgerichteten Abfallwirtschaft in Eigenregie: "Wir wollen, dass die Gebühren unserer Bürgerinnen und Bürger nicht an teils europaweit aufgestellte Konzerne fließen. Sie sollen soweit wie möglich der lokalen Wertschöpfung dienen und damit den Gebührenzahlern selbst wieder zu Gute kommen."

In dieses Konzept passt auch ein "Schatz", den die Neuwieder Abfallwirtschaft künftig ebenfalls selbst heben möchte: Der Grünabfall aus Gärten und der Astschnitt von gemeindlichen Astsammelplätzen soll künftig selbst zu Brennstoff aufbereitet werden und anschließend als klimafreundlicher Brennstoff im Kreis Neuwied genutzt werden.

 

Weitere Infos und Service unter www.abfall-nr.de 


Die Neuwieder Abfallwirtschaft entsorgt jährlich an die 100.000 Tonnen Abfall von über 180.000 Haushalten und mehr als 6.000 Gewerbebetrieben. Lediglich 20 Prozent der Abfälle sind Restabfall aus der Grauen Tonne, der in der kreiseigenen Vorbehandlungsanlage (MBA) verarbeitet wird. Rund 80 Prozent der erfassten Abfälle bestehen aus Wertstoffen, die wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden.

Grün- und Bioabfälle stellen mit 43.000 Tonnen knapp die Hälfte des Abfalls dar. Sie werden zur Herstellung von Kompost und zur Gewinnung klimafreundlicher Energie genutzt.

Knapp 15.000 Tonnen Altpapier werden in einer nahegelegenen Papierfabrik zu neuem Papier verarbeitet. Und über 200 Tonnen gefährlicher, giftiger Abfälle werden vom Schadstoffmobil erfasst und anschließend unschädlich gemacht.

Neben der MBA und der Deponie unterhält der Landkreis eine Anlage Deponiesickerwasserreinigung in Fernthal.

Drei Wertstoffhöfe in Neuwied, Linz und Linkenbach ermöglichen den Bürgerinnen und Bürgern die komfortable Selbstanlieferung von Abfällen.

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