Dank an ehrenamtlichen Naturschutz - Ameisenschutzwarte schützt seit 30 Jahren im Kreis Neuwied die bedrohten Helfer des Waldes

„Der ehrenamtliche Naturschutz leistet wichtige Unterstützung bei der Arbeit der Naturschutzbehörden hinsichtlich der geschützten Arten. Wir freuen uns über dreißig Jahre engagierten Einsatz für die Rote Waldameise auf die die Kreisgruppe Neuwied der Ameisenschutzwarte Rheinland-Pfalz e. V. zurückblicken kann“, bedankt sich Michael Mahlert, 1. Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent. “Wir hoffen, dass auch eine Nachwuchsentwicklung für diesen Bereich stattfindet, damit die Arbeit noch lange fortgeführt werden kann. Nur durch die Präsenz des praktischen ehrenamtlichen Naturschutzes vor Ort können die vielfältigen Anforderungen für den Artenschutz gewährleistet werden.“

Foto (v.l.): Michael Mahlert, 1. Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent, Ina Heidelbach, Umweltreferentin Landkreis Neuwied und Wilfried Hofmann, Geschäftsführer Ameisenschutzwarte Rheinland-Pfalz e.V., Tel.: 02639/320, „Für ausführliche Informationen zu den Waldameisen und interessierte Nachwuchsameisenschützer steht Wilfried Hofmann gerne telefonisch zur Verfügung“.Gemeinsam mit der Umweltreferentin des Kreises, Ina Heidelbach besichtigt Mahlert ein von der Kreisgruppe umgesiedeltes Nest der Rotes Waldameise im Wald von Kleinmaischeid und überreicht für die geleistete Arbeit eine Spende.  

Der Geschäftsführer der Ameisenschutzwarte Rheinland-Pfalz, Herr Wilfried Hofmann, erläutert: „ Die Ameisenschutzwarte setzt sich für den Schutz der hügelbauenden Roten Waldameise ein. Schon vor über 200 Jahren erkannte man die Notwendigkeit des Ameisenschutzes für die Rote Waldameise, die zu den besonders geschützten Arten zählt. Die Ameisen werden auch als Polizei des Waldes bezeichnet. Seitens der Kreisgruppe werden im Kreis Neuwied in den verschiedenen Verbandsgemeinden ca. 800 Ameisenvölker betreut. Die ökologische Bedeutung der Waldameise liegt darin, dass sie wichtige Helfer im Wald darstellen. Wo Waldameisen heimisch sind, ist der Ausbruch eines Schädlingsbefalls im Wald zwar möglich, aber doch unwahrscheinlicher. Sie erbeuten viele verschiedene pflanzenfressende Insektenarten und dienen selbst auch wieder als Nahrungsquelle für viele Tiere wie z. B Spinnen, Raubinsekten, Amphibien, Reptilien und Vögel. Sie verbreiten mehr als 150 Pflanzenarten in unseren Wäldern und fördern durch ihre Bautätigkeit die Humusbildung. Werden die Helfer unseres Waldes durch Eingriffe bedroht, werden durch die Kreisgruppe auch Umsiedlungen durchgeführt.“

„Die Ameisenschutzwarte trägt zur Erhaltung der Restbestände unserer Waldameisen bei diese sind für die Biodiversität unseres Waldes besonders wichtig“, ergänzt Ina Heidelbach. 

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