Tuning der Arbeitskraft – Leistungssteigerung durch psychoaktive Substanzen

Ob beim Militär, im Leistungssport, beim Studium oder in der Arbeitswelt, überall dort wo Leistung abgerufen wird, gibt es auch Substanzen, die versprechen, besagte Leistung zu steigern. Mal dienen sie dem Muskelaufbau, mal der Konzentrationsfähigkeit, mal sind sie rezeptpflichtig, mal auf dem freien Markt erhältlich, mal illegal, mal legal, mal pflanzlich, mal pure Chemie. Das Ziel ist immer gleich: mehr leisten, als der eigene Körper normalerweise kann und will. Ein Blick ins Internet verdeutlicht: der Markt boomt wie nie zuvor.

Foto: Landrat Achim Hallerbach, Psychiatriekoordinator Dr. Ulrich Kettler und die Gleichstellungsbeauftragten Doris Eyl-Müller werben auch in der Kreisverwaltung für die Gesundheitskonferenz zum Thema „Leistungssteigerung durch psychoaktive Substanzen“.„Leider ist der Konsum von leistungssteigernden  Medikamenten weit verbreitet und rezeptfrei heißt nicht harmlos“, begründet Landrat Achim Hallerbach das Thema der diesjährigen Veranstaltung, im Rahmen der  Gesundheitskonferenzen zu den psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz. „Jeder Mensch ist für seine Gesundheit mitverantwortlich, aber auch Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern“, so Achim Hallerbach weiter, der als Landrat für weit mehr als 600 Beschäftigte, die in den kreiseigenen Schulen, der Deponie, den Umladen und in der Verwaltung selbst tätig sind, verantwortlich ist.

Die nächste Gesundheitskonferenz, am 23. August um 14.00 Uhr in der Volkshochschule Neuwied, stellt im ersten Teil die Palette der leistungssteigernden Substanzen in den Mittelpunkt. Selbst die berühmten Baldrian-Tröpfchen, legal und rezeptfrei, müssen nicht unbedingt harmlos sein - gibt es auch bei vermeintlich harmlosen Mitteln Gewöhnungseffekte oder gar Suchtpotenziale ganz zu schweigen von Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Im zweiten Teil geht es um die stille Sucht der Medikamentenabhängigkeit. Als Referenten konnten Prof. Dr. Wilma Funke, Therapeutische Leiterin der Klinken Wied und Hans-Jürgen Maurer, Landesbeauftragter für Drogenerkennung und Suchtprävention im Saarland gewonnen werden. Zusätzlich stehen diverse Einrichtungen und Organisationen rund um Medikamenten-, Drogenmissbrauch und Prävention für Fragen zur Verfügung.

Um Anmeldung wird bis zum 8. August gebeten
telefonisch unter: 0 26 31 – 803 732 / 722
oder per Mail: psychiatrie@kreis-neuwied.de

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