Wenn die Lebensgeschichte im Zeichen des Krieges steht

Jüngster Trialog von Psychosozialer Arbeitsgemeinschaft und Gesundheitsamt bot offene Gespräche und persönliche Einblicke

Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Arbeit der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft  (PSAG) durchgeführt und erhielt finanzielle sowie organisatorische Unterstützung der  Kreisverwaltung Neuwied. Durch den Abend führten Sarah Berens und Julia Bröhling Kusterer, unterstützt von Ralf Piesack. Die ASD-Tagespflege „Im Rosengarten“ in Linz bot  dazu einen freundlichen und einladenden Rahmen. Foto: Verena Bruchof / Kreisverwaltung  NeuwiedEinen bedeutsamen Impuls für den Austausch über die generationsübergreifenden Folgen von Kriegs- und Nachkriegserlebnissen setzte der jüngste Trialog in der ASD-Tagespflege „Im Rosengarten“ in Linz, in dessen Verlauf die Erfahrungen der Kriegskinder und Kriegsenkel sowie deren Einfluss auf das Leben im Alter zur Sprache kamen. Die Trialog-Reihe wird im Rahmen der Arbeit der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) mit finanzieller und organisatorischer Unterstützung der Kreisverwaltung Neuwied durchgeführt.

„Wenn heutzutage vermehrt von sogenannter `Kriegstüchtigkeit´ die Rede ist, sollte man sich zugleich immer die schlimmen und langanhaltenden Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen vor Augen führen, die zum größten Teil die Unschuldigen treffen“, hatte Landrat Achim Hallerbach im Vorfeld mahnend betont.

Dementsprechend standen die generationsübergreifenden Folgen von Kriegs- und Nachkriegserlebnissen, darunter der Einfluss nicht erzählter Geschichten, die möglichen Auswirkungen solcher Geschehnisse auf die eigene Genaktivität sowie Belastungen, die aus überfordernden Erzählungen entstehen können, im Mittelpunkt des Trialogs.

Zudem wurde thematisiert, dass diese persönlichen und familiären Erfahrungen früher nur selten Raum fanden, während heute zunehmend Bedingungen geschaffen werden, die eine heilsame Auseinandersetzung ermöglichen. Ergänzend flossen Erkenntnisse aus der Arbeit mit älteren Menschen und demenziellen Veränderungen ein.

„In einer offenen, warmen und persönlichen Atmosphäre entwickelten sich Gespräche, die mühelos noch weit über den offiziellen Rahmen hinaus hätten fortgeführt werden können. Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten vielfältige Perspektiven ein und bereicherten den Abend durch offene Gespräche und persönliche Einblicke.

Sowohl neue Mitwirkende als auch bekannte `Stammgäste“ trugen zu einem lebendigen Austausch bei“, bilanzierte die Psychiatriekoordinatorin des Landkreises Neuwied, Verena Bruchof.

Im Verlauf des Abends entwickelten sich zudem verschiedene Anregungen für weitere Austauschformate. Wer interessiert war, konnte sich in eine Liste eintragen, um über zukünftige Überlegungen informiert zu bleiben.

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