Stand 24.03.2020: Aktuell 91 positive Fälle im Landkreis - Weitere Ambulanzen geplant - Kapazitätsplanungen mit den Krankenhäusern laufen

Auch am Dienstag hat sich die Anzahl der Corona-Infektionen im Landkreis Neuwied weiter erhöht. Aktuell sind beim Gesundheitsamt 91 positive Fälle registriert. „Zur Entlastung der niedergelassenen Ärzte und der Krankenhäuser sollen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und den niedergelassenen Ärzten vor Ort sogenannte Corona-Ambulanzen eingerichtet werden.

Hierzu werden die Landkreise gebeten, die Entwicklungen zu unterstützen und zu begleiten,“ zitiert Landrat Achim Hallerbach aus dem Schreiben der Kassenärztlichen Vereinigung aus Mainz. Hier sollen Patienten behandelt werden, die mit COVID-19 infiziert sind oder unter Verdacht einer Infektion stehen. Die Corona-Ambulanzen gelten als ausgelagerte Praxisstätten für die niedergelassenen Ärzte, wodurch eine räumliche Trennung zu den eigenen Praxen hergestellt werden soll. In einer gemeinsamen Telefonkonferenz von Landrat, Oberbürgermeister der Stadt Neuwied sowie den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden wurde heute über diese Einrichtungen und mögliche Standorte gesprochen. Ein erster Standort wird aktuell in der Sprudelhalle in Bad Hönningen eingerichtet und soll zeitnah in Betrieb gehen. Der Landkreis unterstützt zum Start mit entsprechenden Schutzmaterialien.

In vielen Verbandsgemeinden werden derzeit auch ehrenamtliche Hilfsaktionen für die Versorgung angeboten. „Es ist großartig, wie schnell ehrenamtliche Hilfe über Vereine und Initiativen, aus der Bürgerschaft und von Unternehmen angeboten wurde. Eine tolle Unterstützung für alle, die aus eigenem Schutz momentan zu Hause bleiben, wie zum Beispiel die älteren Menschen, die dringend auf soziale Kontakte verzichten müssen,“ freut sich Landrat Achim Hallerbach über die zahlreichen Angebote in den Gemeinden und Verbandsgemeinden.

In einer weiteren Telefonkonferenz hat Landrat Achim Hallerbach heute mit den Leitungen der Krankenhäuser die Lage im Kreis Neuwied besprochen. Hier wurde unter anderem abgeglichen, wer aktuell welche Kapazitäten an Intensiv- und Beatmungsplätzen vorhält. „Enge Absprachen sind mit den Kliniken momentan sehr wichtig, um die Entwicklungen im Blick zu haben und schnell reagieren zu können. Wir stehen hier gemeinsam mit den Krankenhäusern in der weiteren Planung,“ so Achim Hallerbach. Dabei soll auch die Bildung von Schwerpunkten in den Kliniken eine Rolle spielen.

Das Land Rheinland-Pfalz hat seit heute eine landesweite Corona-Hotline 0800 9900400 eingerichtet. Diese ist 24 Stunden täglich erreichbar und es sollen sich Bürgerinnen und Bürger dort melden, die vermuten mit dem Corona-Virus infiziert zu sein. Bei begründeten Verdachtsfällen werden dann weitere Maßnahmen empfohlen, wie ein Besuch der Fieberambulanz und/oder eine ärztliche Behandlung. Die Fieberambulanz im Neuwieder Gewerbegebiet ist auch weiterhin täglich von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Seit dem Start am vergangenen Montag (16.3.) wurden bereits 753 Personen getestet.

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