100. Digital-Sirene im Landkreis Neuwied installiert

Im Zuge der Installation von acht neuen modernen Sirenen im Stadtgebiet Neuwied wurde in Feldkirchen kürzlich die 100. Sirene im Landkreis Neuwied errichtet. In den nächsten Wochen werden die Sirenen nach Abschluss von Restarbeiten, wie der Herstellung der Stromanschlüsse und Einbau der Funkgeräte in Betrieb gehen. Damit sind nun 108 Sirenen im Landkreis betriebsbereit. „Kontinuierlich werden in den nächsten Wochen und Monaten in allen Verbandsgemeinden weitere Sirenen installiert werden. Aktuell sind 54 weitere Standorte konkret vorgeplant. Schritt für Schritt entsteht so ein Netz von rund 180 Sirenen im gesamten Kreisgebiet“, betont Landrat Achim Hallerbach.

Die passenden Standorte zu finden, stellt sich manchmal als Herausforderung dar. „Damit die Warnung zuverlässig funktioniert, werden die Standorte sorgfältig ausgewählt“, erklärt Landrat Achim Hallerbach, „Wir arbeiten dabei eng mit den Verbandsgemeinden und der Stadt Neuwied zusammen. Vorrangig sollen öffentliche Gebäude und Flächen genutzt werden. Wenn möglich, werden die Sirenen als Dachsirenen installiert. Diese sind kostengünstiger und fügen sich unauffälliger ins Ortsbild ein. Ist ein Dachstandort nicht geeignet, wird alternativ eine freistehende Mastsirene errichtet.“

Vor der Festlegung eines Standorts führen Fachleute zunächst Schallausbreitungsberechnungen durch, um die Hörbarkeit des Alarmsignals sicherzustellen. Anschließend folgen gemeinsame Vor-Ort-Termine mit Vertreterinnen und Vertretern der Verbandsgemeinden, der Stadt oder Ortsgemeinden sowie der beauftragten Fachfirmen. Dabei werden unter anderem die Zugänglichkeit für Baufahrzeuge, die vorhandene Stromversorgung, die Gebäudehöhe und – bei Dachsirenen – die statische Eignung geprüft.

„Wir versuchen natürlich, die Sirenen so unauffällig wie möglich zu installieren. Dies gelingt uns bei der Vielzahl an Kriterien jedoch nicht immer optimal. Oberstes Ziel für uns ist es, die Warnung im Gefahrenfall zuverlässig sicherzustellen. Ich denke, das liegt ganz im Interesse der Bürgerinnen und Bürger“, ergänzt Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Holger Kurz.