Carmen Sylva bekommt einen warmen Hut

Vom Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) profitiert jetzt auch die Carmen Sylva Realschule plus in Neuwied-Niederbieber mit der notwendigen Dachsanierung - Carmen Sylva bekommt sozusagen einen modernen und warmen Hut.

„Über KIPKI werden allen Kommunalen Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz Fördermittel für Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimawandelfolgenanpassung zur Verfügung gestellt. Davon entfallen auf den Landkreis Neuwied 2.694.128,93 Euro“, erläutert Landrat Achim Hallerbach die Hintergründe. Förderfähig sind insbesondere solche Maßnahmen, die den sparsamen Einsatz von Energie in den Gebäuden und in der Infrastruktur der kommunalen Gebietskörperschaften im Fokus haben sowie Maßnahmen zur Anpassung an die Klimawandelfolgen, insbesondere solche zur Klimaresilienz sowie Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen.

In Zusammenarbeit von Immobilienmanagement und der Stabstelle Energie Klima Umwelt wurden Maßnahmen zur Beantragung gewählt, bei denen ein hoher CO²-Einsparungseffekt gegeben ist und kein Beihilferecht verletzt wird. „Maßgeblich für die Entscheidung der Maßnahmen war darüber hinaus, dass die Maßnahmen in dem eng gesetzten Bewilligungszeitraum umsetzbar sind“, ergänzt der 1. Kreisbeigeordnete Philipp Rasbach.

Alle Maßnahmen der Projektliste befinden sich derzeit in der näheren Vorbereitung und Planung. So auch die Dachsanierung an der Carmen-Sylva-Schule Neuwied.

Das Schulgebäude der Carmen-Sylva-Realschule plus Niederbieber wurde Mitte der sechziger Jahre errichtet. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Flachdach des Gebäudes nicht mehr komplett saniert. In der Vergangenheit gab es aufgrund von Undichtigkeiten viele Wasserschäden, die nur behelfsmäßig repariert werden konnten.

„Es ist dringend erforderlich diese Schäden großflächig zu beheben.  Die Konstruktion des Daches ist ebenfalls abgängig und veraltet, sodass ein neuer Aufbau geplant werden muss. Weiterhin ist aus energetischer Sicht eine Dämmung aufzubringen, die den heutigen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes nachkommt. Die Sanierung des Flachdaches ist daher aus vielerlei Gründen unumgänglich“, begründet Philipp Rasbach die Maßnahme.

Mithilfe von Fördermitteln aus dem KIPKI-Programm soll die Sanierung von circa einem Drittel der Dachfläche in einem 1. Bauabschnitt durchgeführt werden. Die Kostenschätzung für das Projekt beläuft sich derzeit auf ca. 1,4 Millionen Euro brutto inklusive einer Photovoltaikanlage und wird zu einem Großteil gefördert. Landrat Achim Hallerbach: „Die Grundlagenermittlung im Rahmen der Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass die Errichtung auf dem dann sanierten Dach der Schule aus statischen Gründen nicht möglich ist. In einem weiteren Schritt sieht die KIPKI-Projektliste daher die Installation der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mensa vor.“