Einbürgerung bedeutet Ankommen in der Gemeinschaft

Im Rahmen einer Einbürgerungsfeier im Max-zu-Wied-Saal des Neuwieder Kreishauses hat Landrat Achim Hallerbach 30 Frauen und Männern aus 18 Nationen die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen. Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger stammen unter anderem aus Afghanistan, Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Großbritannien, Iran, Italien, Kolumbien, Kosovo, Montenegro, Nigeria, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Syrien, Türkei, Ukraine und den USA. Der jüngste Eingebürgerte ist Jahrgang 2022, die Lebenserfahrenste Jahrgang 1943. Die musikalische Begleitung der Feierstunde übernahm ein Streichensemble der Musikschule Neuwied.

„Die Einbürgerung, zu der sich alle Neubürgerinnen und Neubürger entschieden haben, ist äußerlich nur ein reiner Verwaltungsakt – eine Formalie auf Papier. Mit diesem Schritt bringen unsere jetzt deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürger jedoch zum Ausdruck, dass sie sich mit unserem Land und unserem politischen und gesellschaftlichen System sowie mit unseren Werten identifizieren“, betonte Landrat Achim Hallerbach.

Der Kreis-Chef machte zugleich deutlich, dass die Einbürgerung keine Abkehr von der eigenen Herkunft darstelle, sondern ein Bekenntnis zur gemeinsamen Zukunft in Deutschland sei. Diese sei verbunden mit der Übernahme von Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander.

Dabei stellte der Landrat die Bedeutung gemeinsamer Werte besonders heraus:
„So wie es für eine gute Partnerschaft wichtig ist, Unterschiede zu akzeptieren, aber gemeinsame Grundlagen zu schaffen, so gibt es auch für ein gutes Zusammenleben in Deutschland zwei unverzichtbare Bedingungen: Offenheit und Respekt. Diese bilden das Fundament unseres Miteinanders und ermöglichen gesellschaftlichen Zusammenhalt“, erklärte Landrat Achim Hallerbach.

Respekt vor den Werten unseres Landes bedeute, dass jeder seinen Glauben, seine politische Meinung und seinen persönlichen Lebensentwurf frei leben könne, dass Menschen vor dem Gesetz gleich seien, demokratische Entscheidungen mit getragen- und Minderheiten geachtet würden sowie Diskriminierung ausgeschlossen werde.

„Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger haben die Hürden des Einbürgerungsprozesses erfolgreich hinter sich gelassen. Mein besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen Carsten Schäfer, Klaus Flesch, Heike Hanf-van der Steen und Lara Teichröb für die fachkundige Begleitung in dieser Zeit“, so Landrat Achim Hallerbach.

Zum Abschluss der Veranstaltung wandte sich der Landrat noch einmal persönlich an die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Er ermutigte sie, sich mit ihren Erfahrungen, Ideen und Perspektiven aktiv in das gesellschaftliche Leben einzubringen, und verband dies mit dem Wunsch, dass sie sich im Landkreis Neuwied dauerhaft zuhause fühlen und die gemeinsame Zukunft vor Ort mitgestalten.