Im Rahmen eines gemeinsamen Qualitätsmanagements für den Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) zertifizieren die Umweltministerien aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland in regelmäßigen Abständen verschiedene Bildungsanbieter für ihre besonders qualitativen BNE-Angebote. Im Zuge einer feierlichen Übergabe wurden nun sechs der sieben rheinland-pfälzischen Naturparke sowie das „Haus der Nachhaltigkeit – Forstamt Johanniskreuz“ und der Clean River Project e.V. in der Kategorie Bildungseinrichtung ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden mit Quercus Naturbildung (Dr. Isabelle Niedereichholz), Gartenkind (Stephanie Weiser) und Tina Sanio noch drei Einzelpersonen ausgezeichnet.
„Bildung für Nachhaltige Entwicklung befähigt Menschen dazu, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Gegenwart und Zukunft zu reflektieren und verantwortungsvolle und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Die globalen Herausforderungen unserer Zeit – Klimaschutz, Artenschutz, Frieden und Gerechtigkeit – erfordern genau hierfür ein Bewusstsein. Die Zertifikate sollen den Grundstein für einen lebensbegleitenden Prozess legen“, sagte der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Dr. Erwin Manz.
Die Naturparke Rhein-Westerwald, Soonwald-Nahe, Nordeifel, Saar-Hunsrück, Südeifel und Vulkaneifel sowie die genannten Projekte und Einzelpersonen gehen damit einen wichtigen Schritt in Richtung eines einheitlichen Qualitätsmanagements. Die BNE-Zertifizierung ist für alle Bildungsanbietenden kostenlos und freiwillig. Sie bildet grundlegende Merkmale ab und beinhaltet Empfehlungen und Auflagen zur weiteren Qualitätsentwicklung. Sie wird für eine Dauer von drei Jahren übergeben – anschließend muss eine Rezertifizierung beantragt werden, die in diesem Jahr die Kinder- und Jugendfarm Landau und das Jugendgästehaus Johannishöhe erhalten. Damit wurden bisher insgesamt 32 Zertifizierungen und zwei Rezertifizierungen vorgenommen.
„Bildung für Nachhaltige Entwicklung vermittelt wichtige Kompetenzen, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen und verantwortungsvoll zu handeln. Die ausgezeichneten Bildungseinrichtungen und Akteurinnen und Akteure leisten hierzu einen wertvollen Beitrag und zeigen, wie Nachhaltigkeit praxisnah und zukunftsorientiert vermittelt werden kann“, sagte die saarländische Umweltministerin Petra Berg.
Eine Geschäftsstelle organisiert die BNE-Zertifizierung für beide Länder und arbeitet mit einer 17-köpfigen Zertifizierungskommission zusammen, die die Zertifikate an die Bildungsanbieter vergibt. Bewerben können sich alle Einzelpersonen sowie außerschulische Bildungseinrichtungen und -zentren, die im Bereich BNE Bildungsangebote anbieten. Detaillierte Informationen gibt es unter https://bne-zertifiziert.de/
Grundlage für die BNE- Zertifizierung ist ein Beschluss der Umweltministerkonferenz, in dem die Entwicklung von BNE-Zertifizierungsverfahren in allen Bundesländern als wünschenswert erachtet wurde und auch die Vergleichbarkeit der verschiedenen Systeme angestrebt werden soll. Rheinland-Pfalz und das Saarland haben ein gemeinsames, freiwilliges Zertifizierungssystem für Bildungsanbietende der außerschulischen BNE mit rund 30 Akteuren aus unterschiedlichen Bildungsbereichen auf den Weg gebracht.
