Beim Anpfiff für den 1. Schultag nach den Sommerferien wollte auch der Kreisausschuss wieder am Ball sein. Unter anderem befassten sich die Mitglieder des Gremiums auf ihrer aktuellen August-Sitzung mit der Prioritätenliste für die Sportstättenförderung des Landes Rheinland-Pfalz für das Programmjahr 2027. Die Entscheidung fiel einstimmig, das verheißt wiederum den passenden Kick für eine sinnvolle Weiterentwicklung auch beim Sport im Landkreis Neuwied.
Ganz oben auf der Liste des Jahrgangs 2027 steht dabei der Umbau des Tennen-Platz (harter Belag) zum Kunstrasenplatz im Neuwieder Stadtteil Irlich. Danach darf sich die Ortsgemeinde Asbach auf Rang 2 ebenso über die Sanierung des Kunstrasenplatz auf ihrer Sportanlage freuen wie die Ortsgemeinde Straßenhaus, was ihre Kunstrasenfläche betrifft, auf dem dritten Platz.
„Dass der Kunstrasenplatz in Irlich für uns höchste Priorität besitzt, hat seinen guten Grund: er ist nämlich kein neues Wunschprojekt; vielmehr ist der Bedarf nachgewiesen. Die Stadt Neuwied hat die Maßnahme selbst als ihr wichtigstes Sportstättenprojekt ganz oben auf ihre Agenda gesetzt“, stellt Landrat Achim Hallerbach fest. Tatsächlich kann der bisherige Hartplatz mittlerweile nicht mehr vorhalten, was ein moderner, ganzjährig nutzbarer, Sportplatz leisten muss. „Rund 690.000 Euro soll der Umbau kosten. Die Investition wird sich lohnen: Ein moderner, ganzjährig nutzbarer Platz schafft zusätzliche Kapazitäten und kommt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zugute“, ist Landrat Achim Hallerbach zufrieden.
Auch der seit 2008 höchst intensiv genutzte Kunstrasenplatz in Asbach ist sanierungsbedürftig. An verschiedenen Stellen löst sich der Belag, es bestehen Probleme mit dem Granulat und das sind nur zwei Spitzen des Eisbergs. Auch hier hat der Kreisausschuss ein klares Zeichen gesetzt und die Sanierung des Platzes auf die Priorität Nr. 2 gesetzt. Auf Platz 3 folgt dann die Sanierung des Kunstrasenplatzes in Straßenhaus.
Von der Prioritätenliste für das laufende Jahr waren mit der Traglufthalle des TC Rengsdorf und der Sanierung des Rasenplatzes in Niederbreitbach noch zwei Maßnahmen übriggeblieben. „Da die Traglufthalle des Tennisclubs bereits im Sportstättenförderplan des Landes aufgenommen worden war, die finale Bestätigung aber noch fehlt, wurde diese Maßnahme zur Absicherung sozusagen `huckepack´ mit auf die neue Förderliste 2027 genommen und an vorderster Stelle `safe´ gemacht. Zugleich gibt es bei der Sanierung des Rasenplatzes in Niederbreitbach noch Klärungsbedarf, deshalb wird diese Maßnahme auch auf Platz 4 der Förderliste gesetzt“, erläutert der Kreis-Chef.
Die endgültige Förderliste, die in Mainz eingereicht wird, gestaltet sich dementsprechend wie folgt:
1: Rengsdorf – Bau Traglufthalle und Tennisplatz. Erweiterung Sanitäranlage (aus 2026)
2: Stadt Neuwied: Irlich – Umbau Tennen-Platz (harter Belag) zum Kunstrasenplatz
3: Ortsgemeinde Asbach - Sanierung Kunstrasenplatz der Sportanlage Asbach
4: Ortsgemeinde Niederbreitbach – Sanierung des Rasenplatzes (aus 2026)
5: Ortsgemeinde Straßenhaus - Sanierung Kunstrasenplatz
6: TC Rheinbrohl - Umwandlung der Tennisplätze in Ganzjahresplätze
7: SV Vettelschoß-Kalenborn - Neubau Vereinsheim
8: SSV Heimbach-Weis - Sanierung Funktionsgebäude
Der Aufstellung der Prioritätenliste, die im Übrigen auch mit dem Sportkreisvorsitzenden Mike Leibauer abgestimmt ist, haben klare Vorgaben des Landes zugrunde gelegen. Vorne müssen vor allem Projekte stehen, die planungsreif sind, deren Finanzierung gesichert ist und die zeitnah umgesetzt werden können. Genau diese Voraussetzungen finden sich bei allen acht Projekten berücksichtigt. Landrat Achim Hallerbach: „Jetzt gilt es, die nächsten Schritte gemeinsam auf den Weg zu bringen. Denn gute Sportstätten sind Investitionen in Vereine, Gemeinschaft und Lebensqualität. Das Ergebnis zeigt: wir bleiben mit neuen Projekten für das Jahr 2027 bestens im Spielfluss.“
