Landrat Hallerbach setzt auf Stärke durch Kooperation

„Vorhandene Stärken gilt es, durch Kooperationen noch zukunftsfester zu machen“. Was der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach stets als einen erfolgreichen Strategieansatz postuliert hat, sieht der Neuwieder Kreis-Chef nun auch durch eine weitere regionale Gemeinschaftsinitiative verwirklicht: Mit einem Strategischen Regionalentwicklungskonzept (SREK) wird sich die bundesländerübergreifende Region Bundesstadt Bonn gemeinsam mit einem großen Netzwerk regionaler Akteure eine Entwicklungsgrundlage für die kommenden 10-15 Jahre geben, gezielt Projekte entwickeln und eine handlungsfähige Struktur, sogenannte Governance, aufbauen. Dies ist Ziel des neuen Projekts „ZukunftsBundRegion (ZBR)“, für welches Bundesfördermittel in Höhe von 405.000 Euro aus dem Bundesprogramm RegioStrat eingeworben wurden. Das Projekt wird in einer freiwilligen regionalen Kooperation bestehend aus der Bundesstadt Bonn, dem Kreis Neuwied, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Ahrweiler bearbeitet.

Die Projektinhalte und Chancen für die Region haben die Projektpartner und Zuwendungsgeber nun zahlreichen Vertretern aus Kommunen, Politik und Netzwerkpartnern in einer Kick-Off-Veranstaltung am RheinAhrCampus in Remagen vorgestellt. Im Rahmen der unmittelbar aufgenommenen inhaltlichen Arbeit des Projekts mit dem Start einer Regionalanalyse wurden Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen für die Entwicklung der Region zusammengetragen. Auch konkrete Vorschläge für Projektideen und Entwicklungspotenziale wurden eingebracht.

„Hier am Standort wird Zukunft gedacht, deshalb ist es treffend, dass Zukunftsmacherinnen und Zukunftsmacher sich heute hier treffen“, begrüßte der Hausherr Prof. Dr. Heiko Weckmüller von der Hochschule Koblenz zu Beginn der Veranstaltung. Die bot neben dem Einstieg in die inhaltlichen Arbeiten einen umfassenden Rahmen zur Netzwerkarbeit und zum Austausch aller Projektpartner und regionalen Akteure.

Landrat Achim Hallerbach aus Neuwied stellte bereits im Vorfeld klar: „Wir wollen gemeinsam die Chance ergreifen, eine gute Zukunft für unsere Region zu gestalten und das Projekt ZukunftsBundRegion zu einer Vorzeigemaßnahme mit bundesweitem Vorbildcharakter zu machen.“

Prämisse sei dabei „unsere Region zukunftsstark zu gestalten und mit der ZukunftsBundRegion eine funktionierende und lebenswerte Heimat für Bürger und Unternehmen und ein verlässliches zweites bundespolitisches Zentrum zu sichern“, so die Kreisbeigeordnete Sabine Glaser in Vertretung für Landrätin Cornelia Weigand vom Landkreis Ahrweiler. Sebastian Schuster, Landrat Rhein-Sieg-Kreis, betonte die besondere Bedeutung der kreisangehörigen Kommunen bei dem Projekt und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit über Kommunal-, Kreis- und Ländergrenzen hinweg. „Die anstehenden Herausforderungen der Region können nur gemeinsam angegangen werden“, so Landrat Schuster.

Und Helmut Wiesner, Stadtbaurat der Bundesstadt Bonn und aktuell Vorsitzender des Regionalen Arbeitskreis Region Bundesstadt Bonn (:rak) führt weiter aus: „Mit allen Raumakteuren zeigen wir, wie die Region Bundesstadt Bonn künftig aussehen soll. Die Umsetzung von Schlüsselprojekten hierfür bereiten wir vor, so dass es nicht beim Ziel bleibt. Damit ist das Projekt schon heute ein Gewinn für unsere Region!“

Am Ende der dreieinhalbstündigen Veranstaltung resümierte die Moderatorin Regina Rosenstock, Referatsleiterin des Rhein-Sieg-Kreises „dass eine Aufbruchstimmung in Richtung aktive Zukunftsgestaltung spürbar war“, und bedankte sich bei allen Akteuren für die engagierte Mitarbeit zum Projektstart.