Neuer Staatssekretär Markus Wolf skizziert Herausforderungen des öffentlichen Verkehrs

Neue stellvertretende Verbandsvorsteherin des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) ist Landrätin Julia Gieseking. Die Verbandsversammlung wählte die Landrätin des Landkreises Vulkaneifel in ihrer 81. Sitzung am 18. September 2026 in Koblenz einstimmig in das Amt. Nach ihrer Wahl wurde sie von Verbandsvorsteher Achim Hallerbach vereidigt und erhielt ihre Ernennungsurkunde. Gieseking folgt auf Andreas Kruppert, der nach der Landtagswahl im Frühjahr zum Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier berufen wurde. Verbandsvorsteher und Landrat Achim Hallerbach: „Ich bedanke mich ganz herzlich bei Andreas Kruppert für die wunderbare Zusammenarbeit hier im SPNV-Nord und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Kollegin Julia Gieseking.“

Im Mittelpunkt der Sitzung stand außerdem der erste persönliche Austausch der Verbandsmitglieder mit dem seit Mai 2026 für Verkehr zuständigen Ministerium für Inneres, Integration und Verkehr. Staatssekretär Markus Wolf stellte gemeinsam mit der Leiterin der Abteilung Verkehr und Mobilität, Esther Jung, die neue Struktur und die verkehrspolitischen Zuständigkeiten des Ministeriums vor. Mit der Neuorganisation der Landesregierung wurden die bislang getrennten Bereiche Verkehr und Mobilität wieder in einer gemeinsamen Abteilung zusammengeführt. Staatssekretär Wolf ging insbesondere auf die derzeit angespannte finanzielle Situation im öffentlichen Verkehr ein. Neben allgemeinen Kostenentwicklungen wirken sich dabei auch die Folgen des Trassenpreisurteils auf die Länder aus. Für Rheinland-Pfalz bezifferte Wolf die Belastungen für 2025 und 2026 auf rund 50 Millionen Euro; für die Folgejahre seien Belastungen von bis zu 25 Millionen Euro jährlich zu erwarten. Parallel laufen die Beratungen zum Doppelhaushalt 2027/2028. Auch Gespräche zwischen den Ländern und dem Bund zur finanziellen Situation des öffentlichen Verkehrs seien vorgesehen.

„Unser Ziel ist es, das bestehende Verkehrsangebot auszufinanzieren und gemeinsam mit den Aufgabenträgern Wege zu finden, Qualität und Angebot zu sichern und zugleich die Kosten im Blick zu behalten“, erklärte Wolf. Abteilungsleiterin Jung betonte bei ihrer Vorstellung die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung des Verkehrssystems.

Verbandsvorsteher Achim Hallerbach begrüßte den direkten Austausch mit dem neuen Ministerium: „Für den SPNV-Nord ist ein enger und verlässlicher Dialog mit dem Land entscheidend. Gerade bei den aktuellen Herausforderungen müssen Land, Aufgabenträger und Kommunen gemeinsam daran arbeiten, das bestehende Verkehrsangebot zu sichern und den öffentlichen Verkehr zukunftsfähig weiterzuentwickeln.“