Leben sichern setzt eine professionelle Infrastruktur im Brand- und Katastrophenschutz sowie beim Rettungswesen voraus. Gemeinsam haben Landkreis Neuwied und DRK dem Notfall-Netzwerk der Region jetzt ein wichtiges Element hinzugefügt: die neue Linzer Rettungswache. Bei rekordverdächtigen Hitzegraden nahmen mit Landrat Achim Hallerbach und dem neuen Staatssekretär in rheinland-pfälzischen Innenministerium, Dirk Herber, an der Spitze zudem der Präsident des DRK-Kreisverband Neuwied, Dr. Armin Rieger und der Vizepräsident des DRK Kreisverband Westerwald Ralf Seekatz, sowie der Geschäftsführer der Rettungsdienst gGmbH Montabaur Michael Schneider, der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Linz, Detlef Nonnen, und für die „Bunte Stadt“ selbst Stadtbürgermeister Helmut Muthers an der offiziellen Einweihung auf der Linzer Höhe unweit des Franziskus-Krankenhauses teil.
Nach Beginn der entsprechenden Gespräche zur Fortentwicklung des DRK-Standortes Linz im Jahr 2019 zwischen Kreis Neuwied, DRK-Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald, Verbandsgemeinde und Stadt Linz konnten die Arbeiten der rund 3,4 Millionen Euro teuren Maßnahme Ende Februar 2025 aufgenommen werden. Rund drei Viertel der Kosten trägt der Landkreis Neuwied, das übrige Viertel wird vom DRK-Rettungsdienst selbst getragen.
Unter Federführung von Fiona Klein sind in der neuen Rettungswache 18 Notfallsanitäter, elf Rettungssanitäter, fünf Auszubildende und ein Ehrenamtler aktiv. Im Fuhrpark finden sich ein Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen und ein Krankentransportwagen. Die beiden Rettungswagen und der Krankentransportwagen rückten im vergangenen Jahr zu insgesamt 3400 Einsätzen aus.
„Die neue Rettungswache ist mit nunmehr insgesamt sieben Wachen ein Meilenstein für die notfallmedizinische Versorgung in unserem Landkreis. Unsere leistungsfähige Notfallversorgung steigert die Attraktivität unseres Landkreises als Wohn- und Wirtschaftsstandort“, hatte Landrat Achim Hallerbach auch den demographischen Wandel im Fokus. Zugleich führte der Kreis-Chef auf, was der Landkreis Neuwied im Sinne medizinischer Fürsorge und die Gesundheitsvorsorge leistet.
Dazu zählen der Weiterbildungsverbund Kinder- und Jugendmedizin, der junge Pädiater in die Region bringen soll, ebenso wie das Erfolgsformat „Mediziner-Camp“, zu dem Landrat Hallerbach für den kommenden August wieder Studentinnen und Studenten in den Landkreis einlädt. Hinzu kommen eine Reihe von Präventiv-Angeboten der Kreis-Gesundheitsförderung, die ein möglichst selbstbestimmtes Leben einer immer älteren Bevölkerung und gesunden Lebensstil ermöglichen soll. Neben diesen Fakten wusste Achim Hallerbach aber auch um die übergeordnete Bedeutung des neuen Notfall-Brückenkopfs am Ende des Neuaugebiets Roniger Hof: „Die neue Rettungswache ist ein Symbol – sowohl für das hervorragende Miteinander aller Akteure und eine gelingende Daseinsvorsorge, als auch für die Attraktivität unserer Region und damit für Lebensqualität“, richtete Landrat Achim Hallerbach seinen herzlichen Dank an alle, die an der Entstehung dieses „starken Zeichens für gelebte Solidarität und Krisenfestigkeit“ unweit des Franziskus-Krankenhauses beteiligt waren. Im Zusammenhang mit dem Hospital auf der Linzer Höhe richtete der Landkreis auch einen Blick auf die Entwicklung der vergangenen Monate: „Zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Bevölkerung unseres Landkreises bin ich mehr als dankbar, dass wir in unzähligen Gesprächen für alle in Schielflage geratenen Krankenhäuser in unserem Landkreis zukunftsweisende Lösungen gefunden haben. Mir liegt einfach viel daran, dass die Menschen hier in der Region sich gut versorgt fühlen“.
