Die vom Naturpark Rhein-Westerwald organisierte und vom Forstamt Dierdorf tatkräftig unterstützte Traditionsveranstaltung stieß auch diesmal auf begeisterte Resonanz. Schulklassen von umliegenden Förderschulen – wie beispielsweise die ansässige Blinden- oder Gehörlosenschule – machten sich gemeinsam auf den Weg, um die Natur abseits des klassischen Unterrichts zu entdecken.
Auf dem Rundweg um den Schwanenteich warteten insgesamt acht Stationen auf die jungen Naturforscherinnen und Forscher. Beim Waldquiz, dem Zuordnen von Waldtieren oder beim Erkennen von Baumarten ging es vor allem darum, den Wald spielerisch und mit allen Sinnen zu begreifen. Unterstützt wurden die Schulklassen dabei von erfahrenen Försterinnen und Förstern, die den Gruppen als Laufpaten zur Seite standen. Sie begleiteten die Kinder auf dem gesamten Weg, passten sich dem Tempo und den individuellen Bedürfnissen jeder Klasse flexibel an, teilten ihr Wissen, gaben spannende Einblicke in den Alltag der Forstwirtschaft und beantworteten die vielen Fragen der Kinder.
Die Bedeutung solcher inklusiven Naturerlebnisangebote ist groß, da der Wald alle Sinne gleichzeitig anspricht. Hier steht nicht die Theorie im Vordergrund, sondern das direkte, praktische Erleben: Das Rascheln der Blätter, der Duft des Waldbodens oder das Ertasten unterschiedlicher Blätter und Baumrinden – die Natur bietet unzählige Möglichkeiten, die Umwelt ganz individuell und ohne Hürden zu begreifen. Für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen sensorischen und körperlichen Bedürfnissen hat dieser Tag wieder einen Raum geschaffen, in dem das gemeinsame Erleben und Entdecken im Mittelpunkt stand.
Dass Umweltbildung hier wirklich für jeden zugänglich ist, spiegelte sich auch im Kernprinzip der Waldjugendspiele wider: Niemand bleibt zurück, am Ende gewinnen alle gemeinsam.
Als Anerkennung für ihren Einsatz wurde jede Klasse mit einer Urkunde und einem Präsent belohnt. Nach einer kleinen Stärkung zum Ausklang traten die Kinder mit ihren Erzieherinnen, Erziehern und Lehrkräften die Heimreise an. Für die Organisatoren vom Naturpark und Forstamt stand zu diesem Zeitpunkt längst fest: Auch im nächsten Jahr wird diese wertvolle Tradition fortgesetzt werden.
