Das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes und der Museumsverband Rheinland-Pfalz haben das Roentgen-Museum Neuwied mit seiner überregional anerkannten Sammlung kunsthandwerklicher Kostbarkeiten und zeitgenössischer Kunst zum Museum des Monats Mai gekürt. Die Auszeichnung wurde parallel zum Ende der Legislaturperiode des noch bestehenden Landtags letztmalig verliehen. Zum krönenden Abschluss verlieh das Schmuckkästchen des Landkreises der Reihe also nochmal einen ganz besonderen Glanz.
Zur Feierstunde mit vielen Künstlerinnen und Künstlern konnten Landrat Achim Hallerbach und Museumsleiterin Jennifer Stein auch Kulturstaatssekretär Professor Dr. Jürgen Hardeck im Festsaal begrüßen. Ebenfalls unter den Gästen: Ihre Durchlaucht, Fürstin Isabelle zu Wied, das Fürstenpaar Alexander und Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig und der frühere Landrat Rainer Kaul.
„So wie es unsere Aufgabe bleiben wird, unser kulturelles Erbe von den Roentgens über Prinz Max zu Wied bis zu Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Roentgen-Museum sichtbar zu machen, geht´s genauso darum, mit vielfachen kulturellen Highlights wie Lesungen, Konzerten und Sonderausstellungen einen lebendigen Bogen in die Gegenwart und die Zukunft zu spannen. Die Kunst der klassischen Meister, wie die der Roentgens, zu bewahren, schließt die Platzierung neuer Formate und Ideen nicht aus“, ist Landrat Achim Hallerbach durchaus stolz auf den kreativen Spannungsbogen, durch den das quicklebendige Schmuckkästchen alles andere als altbacken-museumsreif ist.
In der Tat ist die Museumsarbeit vom früheren Museumsdirektor Bernd Willscheid bis hin zu dessen Nachfolgerin Jennifer Stein geprägt von einer zeitgemäß-geschmackvollen Pflege eines vitalen Statussymbols. Dadurch entfaltet das Roentgen-Museum als eines der ältesten und bedeutendsten Museen am Mittelrhein große Strahlkraft und genießt entsprechenden Zuspruch weit über die Kreisgrenzen hinaus. Attraktivität, die nicht zum Ausruhen verführt, sondern Ansporn für weitere Projekte sein könnte, wie Landrat Achim Hallerbach feststellt:
„Vielleicht schaffen wir alle gemeinsam doch noch die Verwirklichung eines bestimmt förderwürdigen Max-zu-Wied-Museums, Ansätze gibt es ja schon. Beim gemeinsamen Rundgang bis hoch ins Depot im 3. Stock konnten wir uns mit Kulturstaatssekretär Professor Hardeck jedenfalls über ein neues Museum für unseren weltbekannten Entdecker entsprechend austauschen“, berichtet der Kreis-Chef.
Auch Museumsleiterin Jennifer Stein war offensichtlich erfreut über die Auszeichnung. Sie betonte die Bedeutung der Provenienzforschung für die Sammlungen des Museums. „Provenienzforschung ist für uns kein Randthema, sondern Ausdruck wissenschaftlicher Verantwortung und einer offenen Museumskultur“, so Stein. Zugleich dankte sie der Sparkasse Neuwied, deren Vorstandsvorsitzender Thomas Paffenholz bei der Verleihung zugegen war, für die anhaltende Förderung des Museums. Jennifer Stein unterstrich ebenfalls die Bedeutung des Museums als Ort der Kultur im Kreis Neuwied, sowohl was die Bewahrung des Roentgen-Erbes betrifft, als auch als Heimat und Plattform zahlreicher Künstlerinnen und Künstler der Region. „Die Auszeichnung als Museum des Monats ist ein Qualitäts- und Gütesiegel. Wir werden alles tun, um diesem Urteil und unserem eigenen Anspruch auch in den kommenden Jahren gerecht zu bleiben“, schloss die Direktorin.
