Bei der Kreisverwaltung Neuwied stand kürzlich ein ganz besonderer Abschied im Mittelpunkt: Landrat Achim Hallerbach verabschiedete im Löwenherzsaal Ursula Zimmermann und Helga Zoltowski nach 46 Jahren im Dienst der Kreisverwaltung in den Ruhestand. Gemeinsam mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen sowie dem stellvertretenden Personalratsvorsitzenden Philipp Stunz würdigte er die langjährige Verbundenheit und den außergewöhnlichen Einsatz der beiden Kolleginnen.
Das „Doppel Z“ – Ursula Zimmermann und Helga Zoltowski – blickt auf eine beeindruckende Zeit bei der Kreisverwaltung zurück. Als beide im Jahr 1980 ihre Tätigkeit aufnahmen, bestimmten Schreibmaschinen und Tipp-Ex-Streifen noch den Büroalltag. International war die Zeit vom Kalten Krieg und der Konfrontation zwischen Ost und West geprägt. Die Umweltbewegung mit den Grünen fasste gerade Fuß und die Sommerzeit wurde eingeführt. Seitdem hat sich die Arbeitswelt grundlegend verändert. Viele Landräte und Kreisbeigeordnete kamen und gingen – das „Doppel Z“ blieb.
„46 Jahre in einer Verwaltung sind heute alles andere als selbstverständlich. Ursula Zimmermann und Helga Zoltowski haben unsere Kreisverwaltung mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem Engagement über Jahrzehnte bereichert. Dafür danke ich ihnen von Herzen“, sagte Landrat Achim Hallerbach.
Ursula Zimmermann war im Laufe ihrer beruflichen Laufbahn ein echtes Allround-Talent und in zahlreichen Abteilungen der Kreisverwaltung tätig. Zuletzt arbeitete sie im Bereich der Sportstättenförderung. Ihre jeweiligen Vorgesetzten ließen sie nur ungern gehen, denn die Aufgaben, die sie übernahm, hatte sie stets im Griff. Besonders geschätzt wurde sie für ihre Herzlichkeit, ihre Zuverlässigkeit und ihre offene Art.
Helga Zoltowski war, wie Landrat Achim Hallerbach sie in seiner Ansprache bezeichnete, die Fachfrau vom Bauamt.
Mit ihrer umfangreichen Expertise meisterte sie die komplexen Aufgabenfelder rund um Bauen, Wohnen, Wirtschaft und Verkehr sowie den öffentlichen Personennahverkehr. Sie brachte Fachwissen, Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein ein, war eine erfahrene Gesprächspartnerin und konnte stets konstruktive und pragmatische Vorschläge einbringen.
Mehr als 10.000 Arbeitstage hat jede der beiden Kolleginnen für die Kreisverwaltung geleistet. Dabei stehen Ursula Zimmermann und Helga Zoltowski für eine heute besondere berufliche Verbundenheit: Während berufliche Wechsel und neue Wege für viele Menschen längst selbstverständlich geworden sind, blieben sie ihrer Kreisverwaltung 46 Jahre lang treu. Landrat Achim Hallerbach würdigte dies als Zeichen von Verlässlichkeit und großer Verbundenheit.
Gleichzeitig stehen ihre beruflichen Lebenswege auch für den Wandel der Arbeitswelt und die berufliche Emanzipation von Frauen. Beide haben über Jahrzehnte Verantwortung übernommen, Veränderungen begleitet und die Entwicklung der Kreisverwaltung mitgestaltet.
„Sie haben viele Veränderungen miterlebt und mitgetragen. Sie haben den Wandel unserer Kreisverwaltung begleitet und sich dabei immer mit großem Einsatz eingebracht“, betonte Landrat Achim Hallerbach. „Sie haben bis zum Schluss Vollgas gegeben. Für unser Haus waren Ursula Zimmermann und Helga Zoltowski ein echter Gewinn.“
Zum Abschied blickte Helga Zoltowski dankbar auf ihre Zeit bei der Kreisverwaltung zurück. Die Kreisverwaltung sei ein toller Arbeitgeber gewesen, bei dem sie sich immer sehr wohlgefühlt habe. Sie werde die Menschen im Haus vermissen, freue sich aber gleichzeitig auf den neuen Lebensabschnitt und mehr Zeit für die Freizeit.
Nach 46 Jahren schließt sich für Ursula Zimmermann und Helga Zoltowski ein besonderer Kreis: Sie verlassen die Kreisverwaltung mit vielen Erinnerungen, Erfahrungen und dem Dank ihrer Kolleginnen und Kollegen.
