Der Schutz von Heranwachsenden in der digitalen Welt stand im Mittelpunkt des zweiten großen Fachtags zur Medienkompetenz, der im Rahmen einer vierteiligen Fortbildungsreihe in Neuwied stattfand. Zu der Veranstaltung kamen zahlreiche Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie Fachkräfte der Kinder- und Jugendförderung aus dem gesamten Kreis und der Stadt Neuwied zusammen, um sich intensiv über aktuelle Herausforderungen im Schul- und Freizeitaltag zu informieren. Als zentraler Referent gab Marco Wohlgemuth den Teilnehmenden einen fundierten Einblick in den generellen Schutz von Kindern im Internet und in den sozialen Medien. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den komplexen rechtlichen Aspekten beim Umgang mit Vergehen im digitalen Raum, wobei sowohl Straftaten von Kindern und Jugendlichen als auch Delikte, die an ihnen verübt werden, detailliert beleuchtet wurden, um den pädagogischen Fachkräften mehr Sicherheit im konkreten Krisenfall zu vermitteln.
Ein weiterer Punkt des Fachtags war eine Live-Videokonferenz mit der Initiative „Love-Storm“, die sich aktiv gegen Hass im Netz einsetzt. Die Experten von „Love-Storm“ machten in ihrem Beitrag deutlich, wie wichtig digitale Zivilcourage ist, und stellten effektive Methoden zur Gegenrede gegen Hate Speech sowie Strategien zum Schutz von Betroffenen bei Cybermobbing und Hasskommentaren vor. Ergänzend dazu wurden während der Fortbildung praxisnahe Tools und wichtige Webseiten präsentiert, die das pädagogische Personal direkt in der täglichen Arbeit mit Jugendlichen einsetzen kann, um Präventionsarbeit zu leisten und Medienkompetenz zu fördern. Das ausrichtende Bündnis für Medienkompetenz in Stadt und Kreis Neuwied zog eine positive Bilanz und verwies bereits auf den nächsten Baustein der Reihe am 08. September 2026, der sich dann den Themen Künstliche Intelligenz und Fake News widmen wird.
