Afghanische Kultur und Informationen aus erster Hand

Über hundert Gäste konnte Landrat Rainer Kaul und die Ehrenpreisträgerin der Johanna-Loewenherz-Stiftung Rona Yussof Mansury zum Afghanischen Kulturabend im Roentgen-Museum Neuwied begrüßen. Frau Mansury erhielt 2009 den Ehrenpreis der Stiftung für ihr Engagement im Afghanischen Frauenverein. Der Verein unterhält zahlreiche humanitäre Projekte in Afghanistan und in einem Flüchtlingslager in Pakistan, insbesondere im Bereich der Mädchen- und Frauenbildung, Krankenstationen und hat mit ihrem „Brunnenprojekt“ bisher über 100.000 Menschen den Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht. 1992 wurde der Verein von deutschen und von Frauen gegründet, die zum Teil nach dem Einmarsch der Russen ihr Land aus politischen Gründen verlassen mussten und in Deutschland eine neue Heimat gefunden hatten.

Foto: GruppenbildÜber die lange spezielle Beziehung zwischen Afghanistan und Deutschland berichtete Dr. Said Mohammad Hosseini, der einst die deutsche Schule in Kabul, der Hauptstadt Afghanistans, besuchte und nach dem Studium in Deutschland selbst Lehrer an der Schule wurde, bis er schließlich die Leitung des Dekanats der Universität Kabul übernahm. Doch auch er musste sein Heimatland verlassen, wie viele der im Verein engagierten Menschen. Umrahmt wurde das Programm von  Daud Khan Sadozai und Wadwa, die mit Robab und Tabla, einem alten afghanischen Seiteninstrument die Besucherinnen und Besucher mit auf eine musikalische Reise nahmen. In einem Bazar wurden afghanische Köstlichkeiten gereicht und es bestand die Möglichkeit Produkte, wie Schmuck und Tücher aus den vom Verein unterstützten Manufakturen, zu erstehen.

Informationen zum Verein erhalten Sie unter: www.afghanischer-frauenverein.de